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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Jazz bring Schwung in ehrwürdige Kirche

14.02.2017

Golzwarden Eine bereits lieb gewonnene Tradition ist das Konzert, zu dem das Orchester des Bundesbahn-Sozialwerks seit einigen Jahren in die St.-Bartholomäus-Kirche in Golzwarden einlädt. Im Mittelpunkt der Konzerte stehen Filmmusiken, die das Orchester präsentiert. Die Leitung des Orchesters hatte Thomas Schröder inne, der an diesem Sonntag, neben Isabel Stübben auch die Moderation übernahm.

„Für uns ist es jedes Mal wieder ein Fest, für ein wunderbares Publikum zu musizieren“, meinte Thomas Schröder, „darauf haben wir uns monatelang vorbereitet.“ Dass sich die Vorbereitungen gelohnt haben, davon konnten sich die Zuhörer in der gut besuchten Kirche dann bei dem eineinhalbstündigen Konzert überzeugen. Nach einem kraftvoll gespielten „Ceremonial march“ von Jan van der Roost, der vom Orchester erstmalig gespielt wurde, ging es weiter zum Musical „Mary Poppins“. Mit einem Medley gelang es dem Orchester, das emotionale Auf und Ab des Musicals gut zu erfassen. Die Instrumente wirkten auf einen furiosen Abschluss hin. Natürlich durften in diesem Medley auch nicht die bekannten Melodien „Chim chiminey“ und „Mit ’nem Teelöffel Zucker“ fehlen.

Anschließend hielt der Jazz mit „In the Mood“ in der Kirche Einzug. „Ob Jazz in der Kirche gespielt werden darf?“, fragte Thomas Schröder. „Es passt einfach und gehört zum Leben“, beantwortete er dann selbst die Frage und sorgte dafür, dass mit jenem Klassiker von Glenn Miller Schwung in das Kirchenhaus kam.

Weiter ging es mit Musik aus Übersee und einem Medley aus der „West Side Story“ von Leonard Bernstein, der die unglückliche Liebe von Tony und Maria, eine Adaption von Romeo und Julia, die ebenfalls mit dem Tod der Protagonisten endet, beschreibt.

Emotional blieb es auch bei der Filmmusik des von Kevin Costner gedrehten „Der mit dem Wolf tanzt“. Mit Dave Brubecks „Take 5“ zog dann wieder der Jazz durch das Gotteshaus und ließ das Publikum teilweise nicht mehr ganz so ruhig auf den Kirchenbänken sitzen.

Mit der Filmmusik „Drachenzähmen leicht gemacht“ und zwei Zugaben endete das Konzert, das dem Publikum einen klangvollen, emotionalen und musikalisch auf hohem Niveau gespielten Nachmittag bereitete.

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