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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Junge Poeten reißen alle vom Hocker

07.04.2015

Brake „Willkommen zu Nightwash im Bioladen“, scherzt Mirko Gilster am Ostersonnabend im Hofladen von Sven Berg in der Braker Fußgängerzone. Und tatsächlich ist das Ambiente ähnlich skurril wie bei der bekannten Fernsehshow. Anstelle von Waschmaschinen sind die Gäste aber umgeben von Bio-Produkten, Honig und altem Geschirr. In der kleinen Bäckereiabteilung des Ladens haben sich rund 30 Gäste zum Braker Start der „Vollmondlounge“ eingefunden. Alle Plätze sind belegt, einige Gäste müssen stehen. „Mit so einem großen Andrang hatten wir gar nicht gerechnet“, gibt Sven Berg zu. Aber die Zusammenarbeit in der Fußgängerzone funktioniert: Sehr zur Freude der Veranstalter hatte die Buchhandlung Gollenstede noch Stühle zur Verfügung gestellt.

Die „Poeten“ um Mirko Gilster, U20-Vizemeister der Poetry Slammer in Niedersachsen und Bremen, hatten ein buntes Programm zusammengestellt. Wortgewaltig zeigten sich die ausnahmslos unter 20-jährigen Teilnehmer in einer Mischung aus Poetry Slam und Lesung. Begleitet wurde die Veranstaltung musikalisch vom Duo „Day by Night“, bestehend aus Samath Perera und Philipp Naber.

Auf der „Bühne“ präsentierten sich insgesamt sechs „Slammer“ dem Publikum. Auch Kim Gloystein, die zuletzt den Braker U20-Poetry-Slam im Central-Theater gewann, war dabei. Sie trug unter anderem ihren allerersten Text „Angst, Hoffnung und Glück“ vor. Auch Jessica Meyer begeisterte mit ihrer Liebesgeschichte rund um einen Zigarettenstummel.

Gilster, sowohl alleine als auch als Trio „Addiert60“ mit Perera und Alexander Bruns, brillierte mit Texten aus seinem Buch „Das Leben hat keinen Humor“. Vom lustigen Text über Lehrertypen und -klischees bis hin zu „Stell dir mal vor“, einem eingängigen Anti-Kriegs-Text, war alles dabei. Besondere Highlights des Abends waren aber die Mitmachtexte. So brachte Überraschungsgast Hannes van Heel das Publikum zum Quaken und Gilster versuchte sich an einem Impro-Slam. In der Pause konnten die Gäste Worte und Sätze rund um das Thema „Spionage und Agenten“ auf einen Zettel schreiben. Im zweiten Teil versuchte Gilster aus den zufällig gezogenen Zetteln eine zusammenhängende Geschichte zu zaubern. Als die Agenten nach Griechenland fahren, um die Machenschaften von Alexis Tsipras, David Hasselhoff und Tom Cruise zu zerschlagen, blieb bei den Gästen kein Auge trocken.

Viel Applaus und Gelächter, aber auch nachdenkliche Stille begleitete die verschiedenen Auftritt der jungen Poeten. Das Publikum, altersmäßig stark gemischt, war durchweg begeistert von der Wortgewalt und den Einfällen der Künstler. Ohne Zugabe kamen die Poeten, obwohl mit Einverständnis der Gäste das Zeitfenster von einer Stunde schon überzogen wurde, dann auch nicht davon. Ein Wiedersehen mit einigen der „Slammer“ wird es am 2. Mai beim „Geburtstagsslam“ im Central-Theater in Brake geben und zwei Tage später im Loungehouse Burhave.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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