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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

THEATER: (K)ein Fall für die Sittenpolizei

03.03.2008

ELSFLETH „Ero-Ti-Ka“ – diese vielsinnige Wortschöpfung und zugleich Titel des gleichnamigen Schwanks aus der Feder des Plattdeutsch-Autoren Helmut Schmidt lockt am Premierenabend viele gespannte Zuschauer in die Elsflether Stadthalle. Wer sich auf rote Laternen und eine schwüle Atmosphäre eingestellt hat, der muss umdenken. Eine gutbürgerliche Wohnstube hat die Bühnencrew der Speelschar des Bürgervereins Hammelwarden-Lienen aufgebaut und dort herrscht das traute Glück eines jung verheirateten Paares.

Der arbeitslose Nico Schröder (Harald Groenenboom) und seine Eheliebste Silvia (Sylke Janssen) wollen ihren ersten Hochzeitstag feiern, nicht ahnend, dass eine bösartige Intrige, ausgelöst von Nicos Ex-Freundin Maren (Sabine Dierks), die Harmonie aufmischen wird. Aber noch ist alles eitel Sonnenschein, Nico hat einen Job bei einer Kaffee-Firma in Aussicht und Silvia gesteht ihm, dass sie schwanger ist. Dann gerät der Hausfrieden aus den Fugen: Schwiegermutter Sigrid (Gertrud Nieß) quartiert sich mit wogender Entrüstung bei den Schröders ein, ihr Georg (Wolfgang Jäkel), „disse Swienjack“, hat ein fragwürdiges Paket aus Flensburg bekommen. Für Nachbarin Edda Papendiek (Gunda Alexander) ist das kein Weltuntergang: „Irgendwann kommen alle Männer in dieses Alter.“

Aber es kommt noch schlimmer: Statt der erwarteten Kaffeeproben erhält Nico von einer Firma „ERO“ ein Päckchen, dessen Inhalt auch Freund Rolf (Holger Dwehus) ins Grübeln bringt. Um Nico „anzulernen“, stöckelt eine scharfe Blondine in die Schrödersche Wohnstube, ihr folgt ein Goldkettchentyp, bewaffnet mit einer Kamera – was Chucky Kaiser (Jürgen Heinemann) ablichten möchte, hat mit Kaffeewerbung nicht das Geringste zu tun. Auch für Vadder Georg ist der flotte ERO-Feger Tamara (Ramona Schau) ein echter Hingucker und zwischen beiden entspinnt sich ein Dialog voller Missverständnisse. Was dann folgt, ist für Mutter Sigrid „Sodom un Gomorrha, Swienkram und een Fall för de Sittenpolizei“.

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Für zwei Stunden mit Überraschungen wie am Fließband spendet das Premierenpublikum donnernden Beifall, auch der anwesende Autor Helmut Schmidt klinkt sich in den Applaus und Jubel ein, der kaum enden will. Kompliment an Regisseurin Karin Jäkel, ihre straffe Regieführung ließ nicht eine Sekunde Langeweile aufkommen, alle Darsteller präsentierten sich mit ansteckender Spielfreude.

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