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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kabarett: Kartoffeln als harte Währung

11.11.2013

Lemwerder Als Meister des investigativen Kabaretts, der mit anspruchsvoller Komik und analytischer Schärfe höchst komplexe Vorgänge darstellt, wird HG Butzko von der Jury des Deutschen Kleinkunstpreises gelobt. Er erhält 2014 den Preis in der Sparte Kabarett, kündigte Dieter Seidel den Gast auf seiner Bühne in der Begu an, der sich damit als Nummer 42 hinter Namen wie Volker Pispers, Dieter Hildebrand, Urban Priol oder Dieter Nuhr einreihen kann.

In Lemwerder ist der Gelsenkirchener ein gern gesehener Besucher. Dass er diese Auszeichnung verdient hat, bewies Butzko mit seinem aktuellen Programm „Herrschaftszeiten“.

Warum nicht einfach eine Partei der Nichtwähler (PDN) gründen, gehörte zu den Gedankenspielen des Kabarettisten. Immerhin wäre diese bei einer Wahlbeteiligung von rund 72 Prozent die zweitstärkste Kraft im Bundestag und das viele, nicht für Wahlwerbung ausgegebene Geld könne einfach angelegt werden und so den Parteimitgliedern quasi im Schlaf Wohlstand verschaffen. Aber wird der Wert des Geldes, dieser bedruckten Papierfetzen, die eigentlich nur einen Materialwert von wenigen Cent haben, nicht generell überbewertet? Vielleicht sind Kartoffeln oder etwa Nylonstrümpfe im eigenen Keller die wirklich harte Währung.

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„O’zapft is“, heißt es beim Handy der Kanzlerin. Wovor sie sich fürchtet, ist Butzko allerdings nicht ganz klar, denn „wer nichts zu verbergen hat, der muss schließlich nichts befürchten“, propagiert „Mutti“ genauso gerne, wie anderes. Und Sprüche dieser Art sind es, die der Kabarettist mal genauer unter die Lupe nimmt. Auch zum Thema Anwesenheit im Bundestag hat Butzko eine Meinung: Nur Anwesende können abstimmen! Nichtanwesenheit zählt als „nein“.

Für die „Volksvertreter“, die zusätzlich ihren Lebensunterhalt als Vorstandsmitglieder in der Industrie verdienen müssen, könne das jedoch recht stressig sein. Ein besonders Beispiel dieser vielbeschäftigten Klientel sei ein ehemalige Staatssekretär, meint Butzko.

Der sei maßgeblich an der Gesetzgebung zur milliardenschweren Bankenrettung beteiligt gewesen und habe die Krise zuvor als Aufsichtsratsmitglied mit ausgelöst. Als Verwaltungsratsvorsitzender der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin habe er bei dem riskanten Wertpapierhandel wohl zu wenig gegengesteuert.

Statt gerechter Strafe gab es als Belohnung für diese Leistungen für ihn im vergangenen Jahr sogar eine Beförderung zum Präsidenten der Europäischen Zentralbank, so Butzko weiter.

Doch bei dieser Bedienmentalität sei auch Vorsicht geboten: Die Schere zwischen Arm und Reich vergrößere sich nur so lange, bis sie hinten wieder zuklappe.

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