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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kulturverein: Klasse Klassik auch in der Halle

27.06.2017

Elsfleth „Wir Baritone sind die ärmsten Kerle der Oper. Immer fliegen nur den Tenören die Herzen der Damenwelt zu“, scherzte Ivo Berkenbusch in seiner amüsanten Moderation am Samstagabend, die er sich mit der Vorsitzenden des Kulturvereins Elsfleth, Renate Detje, teilte. Doch diese Behauptung konnte bei „Klasse Klassik im Heye-Park“ eindrucksvoll widerlegt werden. Denn dort kam die Stimme des Meisterschülers von Placido Domingo, der schon von Justus Franz begleitet wurde, trotz Baritonlage bestens zur Geltung, dankte Renate Detje nach dem großartigen Konzert, zu dem der Kulturverein eingeladen hatte.

Bekannte Melodien

Allerdings musste sich Berkenbusch die Gunst des Publikums auch in Elsfleth mit anderen teilen, denn neben der Sopranistin Sooyeon Lee und der erst 17-jährigen Annina Pritschow, die als Solistin auf der Violine begeisterte, konnte das renommierte Oldenburgische Schlossorchester für die Veranstaltung gewonnen werden.

Vor zehn Jahren wurde es von Norbert Ternes gegründet, der natürlich auch dieses Mal die Leitung übernahm, um so manche bestens bekannte Operettenmelodie anzustimmen.

Mozarts Zauberflöte, bei der Berkenbusch als tollpatschiger Vogelfänger oder gemeinsam im Liebesduett mit Sooyeon Lee als Papageno-Papagena brillierte, gehörten genauso dazu wie die Ungarischen Tänze Nr. 5 und Nr. 6 von Johannes Brahms, Gioachino Rossinis „Barbier von Sevilla“ oder „Mein Herr Marquis“ aus der Fledermaus von Johann Strauss.

Für absolute Gänsehaut sorgte die Sopranistin mit „Der Hölle Rache“ (Zauberflöte), als sie mit ihrer Stimme treffsicher in beeindruckende Höhen vordrang – was nicht vielen Sängerinnen gelingt, wie betont wurde.

Das Rondo Capriccioso von Camille Saint-Saëns war das erste Stück, mit dem Annina Pritschow mit ihrer Violine das Publikum in ihren Bann zog.

Ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurde das Oldenburgische Schlossorchester nicht, nachdem es das gelungene Konzert mit Walzermelodien wie „An der schönen blauen Donau“ oder dem „Radetzky Marsch“ ausklingen lassen wollte.

Großer Aufwand

Riesigen Applaus gab es auch für den Elsflether Kulturverein, der dieses tolle Musikerlebnis ermöglicht hatte.

Viel diskutiert und überlegt wurde im Vorfeld zusammen mit Orchesterleiter Norbert Ternes über das Programm des Abends. Es sollte ja keinesfalls steif sein, sondern mit bekannten und beschwingten Melodien zu einem lauen Sommerabend passen, verriet Renate Detje. Mehr als ein Jahr dauerten die Vorbereitungen für die Veranstaltung, die eigentlich, wie der Name besagt, im Heye-Park stattfinden sollte.

Dass die „Klasse Klassik im Heye-Park“, die ihrem Namen alle Ehre machte, kurzfristig und mit gewaltigem logistischem Aufwand in die Stadthalle verlegt wurde, tat der guten Stimmung aber absolut keinen Abbruch.

Ohne ängstlichen Blick gen Himmel konnten schließlich auch in der wettergeschützten Stadthalle die mitgebrachten Picknickutensilien ausgebreitet oder der vom Kulturverein in der Pause angebotene Zwiebelkuchen genossen werden.

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