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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Bange Blicke auf den Wetterbericht

27.07.2017
Frage: Herr Tönjes, wie oft am Tag rufen Sie den Wetterbericht auf Ihrem Handy ab?
Stefan Tönjes: Tatsächlich des öfteren. Ich schaue, wie es am Sonnabend wird. Das ändert sich ja alle zwölf Stunden. Ich beobachte das genau – mit Bangen.
Frage: Wie sind denn die Prognosen?
Stefan Tönjes: Das ist unterschiedlich, je nachdem, wo man sich nach dem Wetter erkundigt. Aber eigentlich ist es beruhigend. Der Sonnabend soll einigermaßen trocken bleiben. Und das ist das Wichtigste. Damit wird die Tradition fortgesetzt, dass es bei Klassik im Park gutes Wetter gibt.
Frage: Es regnet nie bei Klassik im Park?
Das Bremer Kaffeehaus-Orchester spielt am Sonnabend auf. BILD: Agentur

Mehr als Klassik im Programm

Zum 14. Mal ist der Park von Gut Schützfeld an diesem Sonnabend, 29. Juli, der Schauplatz von Klassik im Park. Beginn ist um 18 Uhr, Einlass ab 17 Uhr. Das Freiluftkonzert gestalten die Gruppe Lemberger Gold Brass im Vorprogramm sowie das Bremer Kaffeehaus-Orchester und die Cellikatessen aus dem Oldenburger Land.

Tickets gibt es für 18 Euro im Vorverkauf bei Nordenham Marketing & Touristik am Marktplatz und für 22 Euro an der Abendkasse.

Das Organisationsteam besteht aus Stefan Tönjes und Dr. Peter Klan. Bruno Fröhlich ist nicht mehr dabei.

Stefan Tönjes: Vielleicht ein paar Tropfen. Aber richtig geregnet hat es bisher nur ein einziges Mal. Das war im Jahr 2004. Die Stimmung war trotzdem toll. Da sind sich die Leute unter den Regenschirmen nähergekommen. Sonst hatten wir bisher immer sehr viel Glück mit dem Wetter. Ausfallen musste Klassik im Park noch nie.
Frage: Wie ist der Zustand des Geländes auf Gut Schützfeld? Müssen die Besucher ihre Gummistiefel mitbringen?
Stefan Tönjes: Im Moment sieht alles sehr gut aus. Man muss sich danach richten, wie das Wetter wird, und dann eventuell lieber feste Schuhe statt Sandalen anziehen. Bei anderen Open-Air-Veranstaltungen ist der Fall ja ähnlich. Man genießt trotzdem die Musik. Es muss ja nicht so wie beim Hurricane-Festival sein, wo der Regen und der Matsch schon dazu gehören.
Frage: Wie läuft der Vorverkauf? Sind Sie zufrieden?
Stefan Tönjes: Nicht unbedingt. Es gibt viele Veranstaltungen am 29. Juli und Terminüberschneidungen, die uns Besucher kosten werden. Aber das kann vorkommen. Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen und an der Abendkasse noch einige Karten verkauft werden.
Frage: Wie viele Karten müssen Sie verkaufen, um über die Runden zu kommen?
Stefan Tönjes: Es wäre schön, wenn wir über 400 Besucher hätten.
Frage: Wie sind Sie finanziell abgesichert?
Stefan Tönjes: Wir haben zum Glück durch die Hofmann-Stiftung eine erhebliche Absicherung der Veranstaltung. Sie ist unsere Retterin. Die Raiffeisen- und Volksbank unterstützt uns auch. Dafür sind wir sehr dankbar.
Frage: Durch den Rückzug von Bruno Fröhlich ist das Organisationsteam von drei auf zwei Köpfe geschrumpft...
Stefan Tönjes: Ich habe Verständnis für Brunos Rückzug. Wenn man in die Siebziger kommt, ist das nicht mehr so einfach, auf Bäume zu steigen und dort Lampions anzubringen. Das Ganze ist auch mit viel Aufregung und Stress verbunden. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man sagt, es muss nicht noch einmal sein. Wir sind als Team alle nicht jünger geworden.
Frage: Sie könnten also noch Helfer gebrauchen?
Stefan Tönjes: Auf jeden Fall. Wir freuen uns über jeden, der mit anpackt. Wir treffen uns am Freitag um 10 Uhr und am Sonnabend zur gleichen Zeit hier auf Gut Schützfeld.
Frage: Was für einen Planungsverlauf haben Sie?
Stefan Tönjes: Sobald die Veranstaltung beendet ist, beginnt im Grunde schon die Planung für die nächste. Man muss vor allem frühzeitig wissen, wie man finanziell aufgestellt ist.
Frage: Was erwartet die Besucher an diesem Sonnabend?
Stefan Tönjes: Ein vielfältiges Programm. Wir haben es nicht ohne Grund „Bunte Musikwelt“ genannt. Denn das Bremer Kaffeehaus-Orchester hat eine große Bandbreite an Komponisten auf dem Zettel. Klassik von Bach ist ebenso dabei wie Musik von den Beatles. Auch die Cellisten haben ein buntes Programm vorbereitet. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Musik nicht das Wichtigste ist.
Frage: Sondern?
Stefan Tönjes: Die Besucher möchten gemeinsam ein paar schöne Stunden erleben. Dafür ist die besondere Atmosphäre hier im Park ganz entscheidend. Wir haben extra zwei Pausen im Programm, damit die Leute sich unterhalten und ihr Picknick genießen können.
Frage: Sie und Ihre Frau Barbara stehen ja auch auf der Bühne. Freuen Sie sich auf Ihr Heimspiel ?
Stefan Tönjes: Ja, durchaus. Volkmar Stickan vom Oldenburgischen Staatsorchester organisiert gerne Aktionen mit Cellisten. Es macht mir großen Spaß, in diesem Programm für zwölf Cellisten mitzuwirken. Es ist sehr ungewöhnlich, das tolle Instrument gleich zwölffach zu erleben.
Frage: Wie haben sich die Besucherzahlen bei Klassik im Park im Laufe der Jahre entwickelt?
Stefan Tönjes: Anfangs waren es mit etwa 200 noch recht wenige. Aber es wurden schnell immer mehr. Bei Carmina Burana waren es sogar 800. Das waren uns schon fast zu viele. Inzwischen haben wir uns bei etwa 500 bis 700 Besuchern eingependelt.
Frage: Haben Sie den Termin für Klassik im Park 2018 schon festgelegt?
Stefan Tönjes: Nein. Wir überlegen, ob wir nicht ein Jahr Pause machen sollten. Das steht aber noch in den Sternen.
Norbert Hartfil
Redaktionsleitung Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2201

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