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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kleine Trecker klar bevorzugt

20.10.2016

Rodenkirchen Es war ein schöner Markt mit kleinen Fehlern. Diese Bilanz zogen alle Beteiligten am Dienstagnachmittag bei der Nachlese, zu der Bürgermeister Klaus Rübesamen in den großen Sitzungssaal des Rathauses eingeladen hatte.

Die überschaubare Runde hätte auch locker in das kleine Sitzungszimmer gepasst, nichtsdestoweniger war der etwa 50-minütige Gedankenaustausch eine sinnvolle Veranstaltung, die in den nächsten Jahren erneut stattfinden sollte. Denn wer etwas zu meckern hatte, bekam eine fachmännische Antwort.

Dabei löste der Umzug mehr Kritik und Verbesserungsvorschläge aus als der Markt selbst. Mehrere Teilnehmer ärgerten sich noch im Nachhinein an einigen Umzugswagen, von denen laute Bassmusik dröhnte, während alkoholisierte Jugendliche sich dazu bewegten und noch mehr tranken. Dazu sagte Marktmeister Hannes Miek, Wagen, die so unangenehm auffallen, würden im Folgejahr nicht mehr zugelassen. Dieses Schicksal habe auch diesmal drei oder vier Veranstalter ereilt.

Auch am Straßenrand

Schnaps und Lärm sind aber nicht nur auf Umzugswagen ein Ärgernis, sondern auch am Straßenrand. „Manche Gruppen stellen 1000-Watt-Anlagen auf und beschallen die Leute damit, so dass man sich nicht mehr unterhalten kann“, schilderte Rolf Mannott, der Vorsitzende des Bürgervereins Achterdorp. Das nervt auch Katja Ratjen-Barz, die stellvertretende Ortsbeauftragte der Stadlander Johanniter: „Dieser Lärm motiviert auch die Musikzüge nicht gerade.“

Bürgermeister Klaus Rübesamen sagte, das sei ein berechtigtes Anliegen: „Wir versuchen regulierend einzugreifen.“

Sorgen bereitet auch, dass immer größere Trecker vor die Umzugswagen gespannt werden. „Beim Pferdemarkt in Ovelgönne sind die großen Traktoren verboten“, sagte Katja Ratjen-Barz dazu. Kinder, die nach Bonbons greifen, könnten vor einen solchen Trecker geraten, warnten mehrere Teilnehmer der Runde. Günter Busch (CDU), der Vorsitzende des Marktausschusses, machte deutlich, dass er diese Kritik für berechtigt hält: „Wer am Umzug teilnehmen will, muss sich einen kleinen Trecker besorgen. Ich bin überzeugt, dass viele Bauern nicht nur große Schlepper haben, die sie gerne vorzeigen wollen, sondern auch kleine.“

„Der Markt war spitze“

Der Markt selbst kam gut an. „Er war wieder spitze“, sagte der Bürger Kurt Breuer. Er monierte aber, dass es zwischen den Buden Lücken gegeben habe. Dazu sagte Hannes Miek, diese Lücken seien absichtlich gelassen worden, damit Marktbesucher zeitweilig aus dem großen Pulk ausscheiden könnten.

Jugendliche kritisierten in E-Mails an den Bürgermeister, dass es zu wenige moderne Fahrgeschäfte gebe. Ältere wünschten sich ein gemütliches Festzelt mit Volksmusik. Dazu sagte Hannes Miek: „Was in den Zelten passiert, können wir kaum beeinflussen.“ Gute Noten erhielt der Altennachmittag, bei dem erstmals die Lokschuppen-Combo aufgespielt hatte. „Die Leute sind länger geblieben als in früheren Jahren“, freute sich Marlies Cattelmann, die Sprecherin der Schausteller.

Wenig amüsiert war sie dagegen über einige ihrer Kollegen, die am Dienstagabend schon gleich nach dem Feuerwerk mit dem Abbau begannen und mit ihren Zugmaschinen auf den Marktplatz fuhren. „Das macht den letzten Markttag kaputt“, sagte sie. Günter Busch regte an, nach dem Feuerwerk alle Zufahrten zum Marktplatz für Zugmaschinen zu blockieren, denn anders könne das Problem nicht gelöst werden.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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