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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musiksommer: Ein Hochgenuss unter freiem Himmel

03.09.2019

Kleinensiel Liesel Barr kennt den Kleinensieler Strand wie ihre Handtasche, schließlich wohnt sie in Kleinensiel. Aber so wie am frühen Sonntagabend hat sie ihn noch nie erlebt: mit Musik vom Feinsten, dargeboten unter freiem Himmel.

Fantastisches Ambiente

Das feiern sie und ihr Mann mit drei weiteren Ehepaaren aus Kleinensiel. Direkt an der Uferkante haben sie einen Tisch mit vielen Leckereien aufgestellt. „Was für ein fantastisches Ambiente“, lobt Bürgermeister Klaus Rübesamen in einer kurzen Rede, „was für eine tolle Idee der Touristikgemeinschaft Wesermarsch. Und wie viel Arbeit hat sich Ute Nordhausen von unserer Touristikinformation gemacht.“

Knapp 120 Besucher sind gekommen, weniger als erhofft. Auf der 60 Quadratmeter großen fahrbaren Bühne hat das Blasorchester Rodenkirchen Platz genommen. Unter der Leitung ihres Dirigenten Peter Abbenseth spielen die 35 Musiker in gewohnter Perfektion. Hier sitzt jeder Ton.

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Zum Auftakt spielt das Orchester die „Berliner Luft“ von Paul Lincke, es folgt symphonische Blasmusik: „Pacific Dreams“ von Jacob de Haan. Der 60-jährige Niederländer gehört zu den Lieblingskomponisten des Orchesters. In diesem Stück setzt er den Spaziergang des spanischen Matrosen Miguel durch die australische Metropole Sydney in Noten und Rhythmen um. Während Miguel Hafen, Brücken und Häuser betrachtet, träumt er von der Südsee, von Tahiti und Hawaii. „Schließen Sie die Augen und gehen Sie den Weg mit Miguel“, fordert Thorben Klein, der Vorsitzende des Blasorchesters, die Zuhörer auf. Zusammen mit Björn Meier ist er für die Moderation zuständig.

Gute Laune garantiert

Für Pep und gute Laune ist das Duo MarTini aus Oldenburg zuständig. Die Oldenburgerin Christina Meyer-Baak und die gebürtige Amerikanerin Mary Kehl – sie stammt aus der Millionen-Metropole Seattle – haben sich für den Swing entschieden – von Kopf bis Fuß.

Die beiden Frauen liefern eine perfekte Show ab und rocken den Kleinensieler Strand. Los geht‘s mit Glenn Millers „In the Mood“, gefolgt vom „Chattanooga Choo Choo“, der in die deutsche Version „Sonderzug nach Pankow“ übergeht. Das klingt nicht lässig wie bei Udo Lindenberg, sondern einfach nur allerliebst –passend zu Tina und Mary.

Die beiden Frauen sind professionell ausgebildete Sängerinnen – Mary ist sogar Opernsängerin –, aber auch, nun ja, Rampensäue. Ihre Show ist perfekt, aber nicht steril. Sie atmet den Zeitgeist der 30er bis 50er Jahre, ist aber kein bisschen verstaubt. Sie tragen rote Pumps, rote Petticoats, himmelblaue Kleider mit Kirschenmotiven, rote Gürtel und weiße Halsketten.

Ein Höhepunkt ihrer Show ist „Ich will keine Schokolade“ nach Trude Herr. Das Publikum jubelt, Hannelore Basshusen geht zur Bühne und überreicht den beiden zum Dank Schokolade aus dem Pralinenkasten.

Hannelore Basshusen hat es sich zusammen mit ihrem Mann, Kreisbrandmeister Heiko Basshusen, Dieter und Brigitte Lieken sowie Ingo und Marion Lieken windgeschützt am Schilf gemütlich gemacht. Während Marion und Ingo Lieken mit dem Fahrrad gekommen sind, haben die übrigen den Zug genommen – im Schlepptau einen mehr als gut gefüllten Bollerwagen. Viele selbst gemachte Kleinigkeiten, dazu etwas Wein – so lässt sich das Konzert noch besser genießen. Auf dem Bollerwagen liegt eine Decke aus Gambia, dem kleinen westafrikanischen Staat, in dem die Liekens seit Jahren eine Buschklinik unterstützen.

„Fehlt nur noch Granat zum Pulen“, sagt Heiko Basshusen, während Ingo Lieken ein frisch gepelltes Ei nachsalzt.

Es tropft vom Himmel

Dass es plötzlich vom wolkenverhangenen Himmel tröpfelt, trübt die gute Laune nicht. „Was geschehen soll, geschieht“, sagen Tina und Mary, und jeder weiß, was jetzt kommt: „Que Sera Sera“, ein alter Doris-Day-Knaller.

Gänsehaut erzeugen die Frauen mit ihrer Version von „Over the Rainbow“. Ein Regenbogen hat sich auch kurz über der Weser gebildet. Bürgermeister Klaus Rübesamen wertet das als gutes Omen: „Nächstes Jahr sind wir wieder hier.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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