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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kloster-Kelch wird noch immer benutzt

23.04.2005

NORDENHAM NORDENHAM - Es ist eine kleine Ausstellung, aber eine ungemein interessante. Gestern trafen Museumsleiter Dr. Timothy Saunders und Pastor Hartwig Dede die letzten Vorbereitungen. Wenn heute im Nordenham-Museum an der Hansingstraße die Ausstellung „500 Jahre Kirche in Atens“ eröffnet wird, dann wird sicherlich auch das letzte Exponat seinen Platz gefunden haben.

Zu den ältesten Ausstellungstücken gehören die beiden Münstermann-Figuren, die – „mit großer Wahrscheinlichkeit“, so Saunders – einst den Altar der Atenser Kirche zierten. König David und Johannes der Täufer sind Leihgaben des Landesmuseums. Entstanden sind sie in der Zeit zwischen 1608 und 1618.

Die Geschichte der Atenser Kirche reicht bis in das Jahr 1505 zurück. Damals gründete der Karmeliterorden in Atens ein Kloster. Erster Prior des Klosters war Johannes Kruse. Aus der Klosterzeit gibt es nur wenige Fundstücke. Seine Existenz belegt aber ein silberner Abendmahlskelch, der noch heute in Gebrauch ist. Außerdem ist in der Ausstellung ein Brief zu sehen, den der Prior an einen Mann aus Golzwarden geschickt hatte. Das Schriftstück sollte dem Gläubigen, der nach Santiago de Compostela pilgern wollte, Kost und Logis in Klöstern und Kirchen garantieren. Bei dem in lateinischer Sprache verfassten Dokument handelt sich um eine Leihgabe des Staatsarchivs.

Im Zuge der Reformation wurde das Kloster gegen 1530 aufgelöst. Es verfiel. Auf dem Gelände entstand Anfang des 17. Jahrhunderts das heutige Kirchenschiff.

Dass es früher in Atens eine Arp-Schnitger-Orgel gab, daran erinnern eine Orgel-Nachbildung im Miniatur-Format und eine Zeichnung des berühmten Orgelbauers. Die Arp-Schnitger-Orgel wurde nach den Worten von Saunders 1875 ausgebaut und durch ein moderneres Instrument ersetzt.

Aus dem Jahr 1704 stammt ein Buch, das der Luther-Schüler Hieronymus Weller verfasst hat und das den Atenser Pastoren als eine Art Handbuch diente. Es enthält Bibel-Kommentare und ganz praktische Ratschläge zur Linderung von Not. Das Fundstück aus dem Archiv der Kirche sieht etwas mitgenommen aus. Dede hält es für möglich, dass das Buch bei der großen Weihnachtsflut 1717 beschädigt wurde.

• Die Ausstellung „500 Jahre Kirche in Atens“ wird heute um 16 Uhr im Nordenham-Museum eröffnet. Zur Begrüßung spricht Pfarrer Dede. Einen Einführungsvortrag hält der Museumsleiter Saunders. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Vokalensemble „Harmonie“ aus St. Petersburg. Die Exponate sind bis zum 24. Juli im Museum zu sehen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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