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THEATER: Komödie strapaziert die Lachmuskeln

16.01.2007

LEMWERDER Beim Vererben hört der Spaß auf, heißt es. Doch beim Stück der Speelkoppel fängt er hier gerade erst an.

Von Axel Zimmermann LEMWERDER - Dass ein Mord und die darauf folgende Erbschaft ein köstliches Vergnügen sein können, erfuhren am Sonnabend über 220 Besucher auf dem traditionellen Theaterabend der Werbegemeinschaft in der Ernst-Rodiek-Halle. Mit der Kriminalkomödie „Een Arvschop to’n Gniggern“ (Eine Erbschaft zum Lachen) von Walter G. Pfaus bot die Speelkoppel aus Hoyerswege ein großes Vergnügen. Das lag auch daran, dass die Laienspieler die Pointen des Stückes großartig umsetzten und damit die Lachmuskeln des Publikums bis zur Erschöpfung attackierten.

Das Theaterstück selbst handelt von einer vermögenden 90-Jährigen, die sich mit ihrer aufs Erbe hoffenden Verwandtschaft einen Spaß macht. Als das von den Verwandten lang erwartete Ereignis eintritt, stellt sich heraus, dass Tante Lina nicht eines natürlichen Todes gestorben ist.

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Doch anscheinend hatte „Tante Lina“ ihren unnatürlichen Tod mit eingeplant und so in weiser Voraussicht zwei Testamente von einer Notarin verfassen lassen: eins für den Falle ihres normalen Todes und eins für den Fall, dass man sie ermorden würde.

Die Auseinandersetzung der zur Testamentseröffnung Geladenen offenbarte sehr treffend die unterschiedlichen Charaktere der Erben. Hier brillieren Renate Otte als Notarin und Herwig Kunst als Kriminalbeamter. Für Lachstürme sorgte am Sonnabend Hella Holldorf in ihrer Rolle als dümmliche und verfressene Ehefrau eines autoritären Mannes. Ihr Mann, der am Ende der Komödie als Mörder der Tante überführt wird, stand seiner Frau in nichts nach.

Auch das junge Paar, gespielt von Annika Cordes und Jens Stanke, konnten, wenn auch in den Handlungen etwas übertrieben, überzeugen. Linda Tönjes als verschlagene und Gerüchte verbreitende Erbin sorgte überzeugend für das nötige Gift in der Handlung.

Geradezu professionell aber verkörperte Gerold Otte den Verwandten, der in Wort und Tat seine verfressene Schwester verteidigte. Seine Pointen saßen maßgerecht und begeisterten das Publikum. Anerkennung gebührt auch dem erfahrenen Theaterleiter und Regisseur Kord Struthoff, der mit dieser Inszenierung eine solide Arbeit anbieten konnte.

Für Spannung im Publikum sorgte obendrein in den beiden Pausen die Werbegemeinschaft mit ihrer Verlosungsaktion von Einkaufsgutscheinen.

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