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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Aktion: Kulturbummler zwischen Gold und Glitter

21.06.2016

Nordenham „Für mich ist es schon ziemlich ungewohnt, in einem Modegeschäft für Damen zu spielen und hier in so viele freundliche Gesichter zu schauen. Auf der Bühne in der Jahnhalle sehe ich sonst eigentlich immer irgendwie nur in ein dunkles Nichts“, unkte Hartmut Becker. Es war 21 Uhr. In eine Ecke zwischen farbenfrohen Blusen und top-modischen Pullovern hatte er sich mit Stuhl und Gitarre gedrängt und sang von der Freiheit, die über den Wolken doch grenzenlos sei.

Kaum ein Durchkommen

In dem kleinen, gemütlichen Laden „Viola Buller Moden“ standen die Kunden so eng, dass es kaum ein Durchkommen gab. Ein Sektglas in der einen, ein Häppchen in der anderen, lauschten sie den Liedern Reinhard Meys.

Selbst in der Tür und vor den Schaufenstern bildeten sie kleine Menschentrauben. Sie genossen sichtlich das außergewöhnliche Kulturgeschenk, das ihnen die Kaufmannschaft, der Verein Nordenham Marketing & Touristik (NMT) und der Kunstverein in der „Langen Nacht der schönen Künste“ machte. Zuvor hatte Hartmut Becker zwischen Gold und Glitter beim Juwelier Klein aufgespielt.

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Ungewöhnliches Ambiente auch im Rewe-Einkaufsmarkt, wo die Einswarder Gruppe Kapitän & Friends in der Getränkeabteilung zwischen hoch gestapelten Bierkisten Folk sang, bei Mode Büsing, wo zwischen ausgefallener Unter- und schicker Oberwäsche die Gruppe Jasch Musik machte oder outside vor Brillen-Fielmann, wo die drei „Tapas“ Pasco und Natascha Schulz und Molly Feldhusen mit Live-Musik für Verstopfung in der Gehstraße sorgten.

An 18 Schauplätzen in der Innenstadt waren Geschäfte zur Bühne, zum Atelier oder zur Galerie geworden. Die Gruppe „Second life“ spielte in der Blumen-Boutique Meißner-Brown, „Carpathian“ bei Herrenmode Irmer. In der Buchhandlung von Bestenbostel führte der Bridge-Club ins Kartenspielen ein. Bei Mode Schröder hetzte Theater Fatale im Einakter „Höchststrafe Kurschatten“ gegen die Männer an sich. Auch hier nahmen die Kunden, Zaungäste und Zuschauer jeden freien Raum zwischen Kleiderständern ein.

Auf dem Marktplatz hatten Nordenhams Vize-Bürgermeister Ulf Riegel, NMT-Geschäftsführerin Ilona Tetzlaff und Kunstvereinsvorsitzende Jane Agena das Event mit einem Luftballonstart eröffnet (die NWZ  berichtete).

Hundert Kärtchen mit ausgewählten Sprüchen und Weisheiten rund ums Thema Kunst sollten die Idee weit hinaus in die Welt tragen. Auf einem der Zettelchen stand: „Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens“, ein Ausspruch des Schriftstellers Jean Paul. Und so war’s tatsächlich: „Die Nacht der schönen Künste“ servierte den Wein. Da klang nicht nur Musik in Nordenhams City, da war nicht nur Theater als Spaßmacher, da zeigte sich auch die Kunst lebendig und gegenwärtig. Auf dem Marktplatz formte Carina Cooper mit Kettensäge und Meißel aus einem Eisblock einen furchterregenden Drachen. Christina Ahlers und Michele Hobbie präsentierten im Junge-Mode-Shop Esprit Malerei und Papierkunst, bei „Arko“ stellte Dr. Peter Klan Ölbilder und Zeichnungen aus.

Ein Bild für Mali

Ein Bild für Mali gab’s bei „Favors“. Keramiken stellte Silvia Gorges bei Optiker Eltzholz aus. Aquarelle zeigte Ortrun Wichers-Schmitgen bei „So Shabby“. Die Künstlergruppe 82 nutzte das Modegeschäft Irmer zur Ausstellung. Im Schuhhaus Fasting zeigte Hartmut Bolte „Stillleben mit Schuhen“, bei „Schuh-Mann“ Renate Deutschendorf Landschafts- und Naturbilder, in Räumen des Kunstvereins Hertha Poppinga ihre Landschafts-Assoziationen.

Auf dem Marktplatz forderte die Künstlerin Rita-Mario Schwalgin zur Musik des Robert-Uekermann-Trios in einer Mitmachaktion alle Kulturbummler zu einem Foto vor der bildhaften Strandkulisse für eine Power-Point-Präsentation auf.

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