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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Ausstellung: Kunst und Geschichte auf Zeitungspapier

05.05.2012

NORDENHAM Einige sind witzig, andere tiefsinnig und satirisch. Aber unter den Exponaten befinden sich auch Zeichnungen, die schonungslos und dramatisch die Wirklichkeit abbilden. Das verbindende Element aller 120 Ausstellungstücke ist das hohe künstlerische Niveau. Daher trägt die außergewöhnliche Exposition, die ab dem 13. Mai im Museum Nordenham zu sehen ist, zu Recht die Überschrift „Zeitungskunst“. Die bloße Übersetzung des französischen Originaltitels mit „Pressezeichnungen“ wäre für diese hochkarätige Werkschau zweifellos eine Untertreibung gewesen. Sie ist für politisch und geschichtlich interessierte Menschen ebenso ein besonderer Genuss wie für anspruchsvolle Kunstfreunde.

Museumsleiter Dr. Timothy Saunders verheimlicht nicht seinen Stolz darüber, die exquisite und umfangreiche Ausstellung nach Nordenham bekommen zu haben. „Das ist ein Glücksfall für uns“, sagt er.

Die Sammlung, die auch Arbeiten weltberühmter Künstler wie Pablo Picasso, Claude Monet und Henri Toulouse-Lautrec umfasst, war bisher nur in Frankreich zu sehen. Sie gehört dem Kunstmäzen Gérard Gosselin, der in der normannischen Stadt St.-Étienne-du-Rouvray zu Hause ist. Und so schließt sich der Kreis: Bei St.-Étienne-du-Rouvray handelt es sich um Nordenhams Partnerstadt. Über diese Verbindung gelang es dem Nordenhamer Museumsleiter, die Ausstellung an die Unterweser zu holen.

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Unter dem Begriff „Zeitungskunst“ sind historische Zeichnungen zusammengefasst, die in den Jahren 1863 bis 1908 in der französischen Presse abgedruckt worden waren. Stilistisch bildet der Impressionismus den Schwerpunkt, aber dank Pablo Picasso und Juan Gris sind auch kubistische Elemente vertreten.

Die Karikaturen und Illustrationen geben spannende Einblicke in eine wichtige und ereignisreiche Epoche der französischen Geschichte. Die Künstler und Chronisten bringen Kritik zum Ausdruck und prangern Missstände an. Es sind aber auch wirklichkeitsnahe Abbildungen dabei, die als Vorläufer der Pressefotografie große Ereignisse wie den Bau des Eiffelturms, die Trauerfeier für Victor Hugo oder ein Zugunglück zeigen.

Die geschichtliche Bandbreite beginnt in der Regierungszeit von Kaiser Napoleon III., führt über den verlorenen Krieg mit Deutschland, den Sturz der Monarchie und die Pariser Kommune bis zur Festigung der französischen Republik. Skandale und Affairen, die Kolonialpolitik, Arbeitskämpfe und Konflikte mit der Kirche werden ebenso aufgegriffen wie neue Entwicklungen in Technik und Freizeitgestaltung.

„Durch die Zeitungsgrafiken bekommen wir auch neue Einblicke in die Geschichte der Kunst“, sagt Timothy Saunders. Damit Betrachter, die der französischen Sprache nicht mächtig sind, die Karikaturen und die historischen Zusammenhänge verstehen können, sind sie zum Teil mit begleitenden Texten auf Deutsch versehen. Die Übersetzungen stammen von dem Braker Französischlehrer Christian Köppen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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