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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kutschfahrt durch Raum und Zeit

10.08.2013

Neuenbrok Die Kutsche, die vor dem Bauernhaus an der Niederhörne 29 steht, hat Edith Koschnick komplett überholen lassen. Alle sicherheitsrelevanten Teile seien überprüft worden, erzählt sie. Schließlich müsse das Gefährt auch reisetüchtig und sicher für die Straßen und Wege sein, wenn das vorgespannte Mecklenburger Warmblut „Lucy“ mit der Kutsche durch die Wesermarsch zuckelt.

„Lucy“ reist natürlich nicht allein. Edith Koschnick, ihr Neffe Gunnar Asmussen und dessen Sohn Felix wollen sich Anfang Oktober auf den Weg machen, um viele interessante Geschichten und Historisches aus der Wesermarsch zu erfahren und für die Nachwelt festzuhalten. Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Geschichtstrip hatte Edith Koschnick. Dass drei Generationen gleichzeitig die Wesermarsch erkunden, sei an sich ja schon etwas Einmaliges, sagt sie. Viel spannender noch sei aber der Gedanke, der dahinter stecke: „Wie wollen alte Geschichten von Menschen hören, aufschreiben und somit für die Nachwelt bewahren, damit sie nicht vergessen werden“, beschreibt die ihr Projekt. Sie hofft, dass viele Leute mitmachen werden. Zwei Stationen wollten sie pro Tag anfahren. Was laut Edith Koschnick noch fehlt, ist eine hölzerne Einspännerschere für die Kutsche.

Start ist bei der urigen Klecksklause. „Man könnte mit einem Pferd 40 Kilometer fahren, aber das wollen wir nicht“, sagt Edith Koschnick. Auch müssten die Wege sicher sein. Denn die Kutsche sei nicht gebaut für unwegsames Gelände. Bevor es los geht, müsste die Reiseroute feststehen. Und dafür sind die drei fahrenden „Vagabunden“ auf diejenigen angewiesen, die ihre Geschichten erzählen und ihnen Quartier bieten wollen. „Wir wollen die Adresse wissen und die Geschichte aus der Wesermarsch, um die es geht.“ Danach werde der Kurs abgesteckt, die günstigsten Routen würden ausgewählt.

Alle Menschen, die mithelfen, Geschichten für ein Buch zusammenzutragen, finden laut Edith Koschnick ihren Platz. Jeder, der in dem geplanten Buch vorkomme, erhalte vorweg das Manuskript zur Durchsicht. Da vielleicht nicht jeder besucht werden könne, merkt Edith Koschnick an, sei eine weitere Kutschfahrt geplant.

Gefahren werde auch bei schlechtem Wetter. Das betont auch Gunnar Asmussen. Der 34-Jährige arbeitet bei der Polizei in Köln. Er freue sich schon darauf, mit seinem dreieinhalbjährigen Sohn alleine Urlaub machen zu können.

Die Initiatoren der Rundfahrt hat noch eine weitere Idee: Sie möchte mit einer Kutsche einmal beim Drive-In von McDonald's in Nordenham vorfahren. Vielleicht erzählt ihr dort auch jemand eine packende Geschichte.

Ulrich Schlüter
Elsfleth
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2320

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Polizei Neuenbrok | McDonald's

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