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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Laiensschauspieler stellen sich professioneller Kritik

31.03.2009

ELSFLETH „Blots hinsetten, dat langt nich, mit een Stohl kannst ok wat maken!“Was man mit einem Stuhl, einem Sofa und anderen Bühnenrequisiten während einer Theateraufführung „allens maken“ kann – das und viele andere „Theaterkniffe“ verriet am Sonntag die Berufsregisseurin Gudrun Oeltjen-Hinrichs der Theatergruppe des Bürgervereins Hammelwarden-Lienen.

Anlässlich des 58. Späälkring-Arbeitstages (Heimatbund De Spieker) hatte die Theatergruppe ihr aktuelles Stück „Ne verruckte Familje“ von Walter G. Pfaus unter der Regie von Karin Jäkel vor den Gast-Spielgruppen des Späälkrings im Schulzentrum aufgeführt. Im Anschluss an die Aufführung fanden mit Gudrun Oeltjen-Hinrichs Werkkritik und praktische Regiearbeit statt.

Konstruktive Kritik

Bei ihrer stets konstruktiven Werkkritik verstand es die Berufsregisseurin, Verbesserungsvorschläge temperamentvoll und mit Witz, charmant und überzeugend zu vermitteln. Szenenapplaus und Lachsalven im Publikum gaben ihren Ausführungen Recht. Ausgesprochen gut gefiel Oeltjen-Hinrichs die Auswahl des Stückes: „Wie das Ensemble die Lebendigkeit dieser Familie stimmig in Szene setzt – das ist toll.“

Ob weibliche Darstellerinnen in zeitnahen Stücken unbedingt Perücken tragen sollten, könne man von zwei Seiten betrachten. „Einerseits fühlen sich manche damit in ihrer Bewegung eingeschränkt, anderen hilft es jedoch, mal einen ganz anderen Typus darzustellen.“ In ihrer Anerkennung aller Darsteller hob die Regisseurin Ensemblemitglied Uschi Müller heraus, sie habe die Rolle der „dementen Oma“ behutsam umgesetzt, ohne verletzend zu wirken. Den „ganz jungen und immer wunderschönen Mädchen“ riet Gudrun Oeltjen-Hinrichs zu Mut zur Realität: „Wenn ich nach einer durchfeierten Nacht morgens im Nachthemd aus dem Bett steige, kann ich nicht durchgestylt und frisch geföhnt aussehen.“

Bestleistung gefordert

Bei der anschließenden Regiearbeit mit der Darstellung verschiedener Szenen verlangte die Regisseurin dem Ensemble viel Aufmerksamkeit und Geduld ab. In ihrer frischen und unverblümten Art spornte sie die Schauspieler zu Bestleistungen an, feilte immer wieder an Ausdruck und Gefühlsdarstellungen, Körperhaltung und Szenenauftritt. „Um Spannungsabfälle zu vermeiden“, so Oeltjen-Hinrichs, „sind oft Kleinigkeiten entscheidend.“

Begeistert vom Hammelwarder Ensemble war auch Späälkring-Baas Peter König. „Jeder Darsteller hat den persönlichen Charakter seiner Figur hervorragend herausgearbeitet. Besonders gut gefallen hat mir das Bühnenbild.“

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