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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kulturhaus: Langwarden bleibt Gauß-Hochburg

02.05.2018

Langwarden Das Kulturhaus am Wattenmeer hat jetzt einen Förderverein. Die Gauß-Freunde Nord haben es sich zum Ziel gesetzt, das Gaußsche Kulturgut zu erhalten und das Kulturhaus zu unterstützen. Geplant sind die Anschaffung weiterer Exponate zu den Themen Vermessung und Kartographie, die Errichtung einer Bibliothek, die Sanierung des Gewölbekellers und die Wiederherstellung des historischen Lustgartens, der sich einst hinter dem Haus befand.

Den Rahmen für die Vereinsgründung bildete am vergangenen Wochenende der 3. Gauß-Tag. Solche Veranstaltungen sollen ebenso wie Ausstellungen, Foren, Symposien, Lesungen und Konzerte auch künftig im Kulturhaus stattfinden. Die Zusammenarbeit mit anderen kulturellen Leistungsträgern möchten die Gauß-Freunde intensivieren.

„Wir wollen aber auch ein geselliger Verein sein und dafür sorgen, dass die Leute hier Spaß haben“, sagt Kulturhaus-Betreiber Michael Remmers, der zum 1. Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt wurde. Dem Vorstand gehören außerdem der Mannheimer Ingenieur Thomas Heinemann als stellvertretender Vorsitzender, Magdalene Remmers als Schatzmeisterin und Steffi Litzcobi aus Berne als Schriftführerin an.

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Wissenschaftlicher Beisitzer ist Klaus Kertscher aus Oldenburg. Das Amt des mathematischen Beirats hat Bernd Bultmann aus Tossens übernommen. Als rechtlicher Beirat fungiert der Mannheimer Richard B. Meyer. 14 Gründungsmitglieder, darunter drei Langwarder, zählt der Verein, über den das Kulturhaus nun auch in der Lage ist, öffentliche Fördermittel einzuwerben.

Der 3. Gauß-Tag, bei dem sich am Samstag wieder alles um den berühmten Mathematiker Carl Friedrich Gauß (1777 bis 1855) drehte, bescherte in Langwarden ein volles Haus. Auf dem Programm stand in diesem Jahr zunächst ein Kurzvortrag von Michael Remmers über die Vermessungen des legendären Wissenschaftlers.

Gauß war im Sommer 1825 nach Langwarden gekommen, um hier mit seinem Heliotrop Entfernungen möglichst exakt zu vermessen. Mit dieser Technik hatte er seinerzeit die Distanz zwischen Langwarden und seiner Heimatstadt Göttingen bis auf 20 Meter genau bestimmen können. Die praktische Demonstration der Sonnenspiegelung vom Deich aus, die Bernd Bultmann im Anschluss vornehmen wollte, musste leider ausfallen – wegen fehlenden Sonnenscheins.

Daher beschränkte Bernd Bultmann sich darauf, über die von Gauß entwickelte Methode der kleinsten Quadrate zu referieren. Dieses mathematische Standardverfahren zur Ausgleichsrechnung spielt noch heute in zahlreichen Gebieten eine wesentliche Rolle, zum Beispiel bei der Qualitätskontrolle von industriellen Produkten.

Den Sturmfluten von 1717 und 1825 widmete sich Klaas Heinrich Peters; er ging auch auf die frühe Besiedlung des Langwarder Grodens ein. Die dort gefundenen Keramikteile aus dem Spätmittelalter können im Kulturhaus noch bis Sonntag besichtigt werden. 30 Ausstellungstafeln informieren zudem über die Auswirkungen der verheerenden Weihnachtsflut von 1717.

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