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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Museum: Lebenswege nach Nordenham

06.05.2011

NORDENHAM Franco Peana kam Ende der Siebzigerjahre. Er war neugierig auf das Ausland. Auch die besseren Verdienstmöglichkeiten lockten ihn aus seiner Heimat auf Sardinien nach Deutschland. Dass er ausgerechnet in Nordenham landete, hatte familiäre Gründe. Sein Bruder betrieb hier die Pizzeria Alghero. Heute hat Franco Peana seine eigene Pizzeria an der Hafenstraße.

Migration hat viele Gründe

Die Gründe dafür, dass Menschen nach Nordenham kommen, sind vielfältig. Die einen kommen, weil sie hier mehr Geld verdienen können, manch einer, weil er in seiner Heimat gelitten hat, andere der Liebe wegen, wieder andere eher zufällig . Migration – und damit ist nicht nur die Zuwanderung von Ausländern gemeint – hat viele Ursachen. Und sie ist alles andere als ungewöhnlich. Für den Leiter des Nordenham-Museums Dr. Timothy Saunders ist sie ein ganz normales Merkmal des menschlichen Wesens. Gerade in der noch jungen Stadt Nordenham sind die Menschen in der Minderheit, deren Vorfahren hier seit Generationen heimisch sind. Migration ist nicht der Ausnahme-, sondern der Normalfall. Auch das zeigt die neue Ausstellung, die am Sonntag, 8. Mai, im Museum eröffnet wird. Sie trägt den Titel „Wo kommen wir her? Lebenswege nach Nordenham“.

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Vor allem dokumentiert die Ausstellung, aus welchen Gründen Menschen nach Nordenham gekommen sind und was sie dabei erlebt haben. Dieses Thema ist dem Museumsleiter schon seit langer Zeit ein Anliegen. Umgesetzt wurde es – zumindest zum Teil – im Rahmen des Musealog-Projekts. Es gibt jungen Akademikern, die noch keine Anstellung haben, die Möglichkeit, in einem von zehn Museen im Nordwesten eine Ausstellung zu erarbeiten. Edda Meyer und Isabell Kmen haben 18 Nordenhamer über zu ihren ganz persönlichen Migrationsgeschichten befragt. Weil beide Ende vergangenen Jahres einen festen Job gefunden hatten, musste jemand anders die Arbeit fortsetzen. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Ayken-Konstanze Spura vollendete die Ausstellung, die am Sonntag eröffnet wird.

In Nordenham Fuß gefasst

Nach den Worten von Timothy Saunders ist Migration kein Phänomen des 20. Jahrhunderts. Es hat sie immer gegeben. In Nordenham ist sie auch verknüpft mit der Industriealisierung, die zur Jahrhundertwende einsetzte und mit dem Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg. So kommt unter anderem Wolfgang-Hungerecker zu Wort. Er war einer von 72 Mitarbeitern des Leverkusener Industriebetriebs Kronos Titan, die in Blexen ein neues Werk einrichteten. Wolfgang-Dieter Hungerecker schildert, wie er 1979 mit seinem vollbepackten Auto nach Nordenham fuhr. Hier fasste er nicht nur beruflich Fuß, er lernte in Nordenham seine Frau kennen und genießt heute seinen Ruhestand in der Stadt.

Die Geschichten geben einen tiefen Einblick in persönliche Schicksale. Es gibt viel zu lesen in der Ausstellung, aber auch Tonaufnahmen von den Interviews, außerdem Ausstellungsstücke, viele aus den Heimatorten und -ländern der Migranten: Fotoalben, Dokumente, Handarbeiten und vieles mehr.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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