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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Wasser von oben und unten

23.08.2017

Lemwerder Mit jeder Menge Regen und manch ratlos vor seinem auf dem durchweichten Parkplatz festgefahrenem Auto stehenden Besucher klang das 26. Lemwederaner Drachenfest aus, das trotz allem erneut als gelungene Großveranstaltung verbucht werden kann.

Während die Drachenpiloten am Sonntagnachmittag bei einsetzendem Regen ihre bunten Flugobjekte vom Himmel holten, gab es in den beiden Zirkuszelten auf dem Festgelände noch einmal jede Menge zu erleben. „Man hätte das komplette Gelände überdachen sollen“, scherzte ein Mitglied der Blindfische nach dem Auftritt im großen Zelt. Davor wurde den Besuchern mit einem Rockfrühstück von den Beathovens eingeheizt. Und mit der Show von Trifolie ging es amüsant weiter durch den Nachmittag.

Ohne für jeden seiner jungen Zuschauer einen kleinen roten Elefanten aus dem Hut gezaubert zu haben, verließ „Friedrich der Zaubererrr“ auch dieses Mal nicht die Manege des kleinen Zirkuszeltes, um Platz für das „Trio Mio“ oder die jungen Artisten von Alacasam Peppolino und der Zirkusschule Seifenblase zu machen. Und mit einer Trick Dog Show gab es dort anschließend noch ein Wiedersehen mit dem Bremer Magier, bei dem er gemeinsam mit großen und kleinen Vierbeinern sein Publikum verzauberte.

War das Wasserbombenwerfen an den Tagen zuvor noch ein Riesenspaß, ging das Interesse der Besucher an der lustigen Aktion der DLRG-Stedinger Land am verregneten Sonntag gegen null. „Wir sind ja sowieso schon alle nass“, hieß es. Mit zu den Akteuren des Drachenfestes gehörten auch die Jugendfeuerwehrmitglieder Lemwerders, die ihr beliebtes Kistenklettern anboten.

Den Eingangsbereich war fest in der Hand des Stedinger Shanty Chors. Dank des freien Eintritts am Freitag hatten die Sänger aber zum Glück Gelegenheit für einen Auftritt. Trotz des Regens strömten bis kurz vor Ende des Drachenfestes noch Besucher herbei.

Verhältnismäßig ruhig war das Drachenfest für die Mitglieder des DRK, die erste Hilfe leisteten – weder Sonne noch Wespen setzten den Besuchern zu.

Die Stimmung auf dem Festival war entspannt und durchweg positiv. Dies betonten die Organisatoren um Dieter Seidel, Leiter der Begegnungsstätte Lemwerder. Wilhelm Schwanken etwa, verantwortlich für die Spielstationen für die jüngsten Festival-Gäste, fasste zusammen: „Die Kinder hatten trotz Regen viel Spaß.“ Und Uwe Schwettmann, der seit Jahren das Drachenflugprogramm plant, ergänzte: „Es war wunderschön wie immer. Einmal erwischt es wettertechnisch jedes Drachenfest – und diesmal leider Lemwerder.“

Für die Organisatoren – rund 170 Helfer waren an den drei Tagen im Einsatz – aber noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Ganz im Gegenteil: „Es ist immer wieder toll mitzuerleben, wie familiär es bei uns zugeht – und das trotz der Größe des Drachenfests“, fasste Dieter Seidel begeistert seine Eindrücke zusammen. „Das Miteinander ohne Wenn und Aber wurde besonders in diesem schwierigen Jahr wieder unter Beweis gestellt – und das überträgt sich auch auf die Besucher.“

Zu diesen gehörte auch einmal mehr Regina Neuke, Bürgermeisterin von Lemwerder, die vor allem die unvergleichliche Atmosphäre von „Drachen über Lemwerder“ schätzt. Ihr Fazit: „Ich bedauere, dass in diesem Jahr nicht mehr Zuschauer dieses schöne Fest genießen konnten. Das Engagement aller Beteiligten war riesig, aber kein Mensch kann das Wetter beeinflussen.“

Mit dem 26. „Drachen über Lemwerder“ ging auch eine Ära zu Ende, denn es war das letzte Mal, dass Dieter Seidel federführend die Organisation übernommen hatte. Der Begu-Leiter hatte die Veranstaltung einst ins Leben gerufen; er wird im kommenden Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

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