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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Schlacht Von Altenesch: Vor 784 Jahren starben fast alle Stedinger

31.05.2018

Lemwerder /Berne In mühevoller Arbeit hatten die Stedinger einst das Sumpfland im Süden der heutigen Wesermarsch kultiviert und es zu Wohlstand gebracht. Laut einer Urabmachung war ihnen Abgabenfreiheit zugesichert worden.

Damit, dass Erzbischoff Gerhard II. von Bremen dieses Abkommen aufheben wollte, waren die Stedinger im 13. Jahrhundert überhaupt nicht einverstanden. Mutig und unter der Führung von Bolko von Bardenfleth, Thammo von Huntdorp und Detmar tom Dieke stellten sie sich den Forderungen der Kirche entgegen.

Nachdem sich die Bauern zunächst immer wieder hartnäckig den Angriffen widersetzen konnten, hatten sie gegen das zusammengetrommelte Kreuzfahrerheer mit rund 4000 Rittern, das am 27. Mai 1234 in Altenesch einfiel, keine Chance.

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Das St.-Veit-Denkmal weist seit 1834 auf den Ort hin, an dem vor 784 Jahren der einzige europäische Kreuzzug stattfand, erinnerte der Berner Bürgermeister Hartmut Schierenstedt an die Ursprünge der beiden südlichsten Gemeinden der Wesermarsch.

Jedes Jahr wird vom Altenescher Heimatverein und den Gemeinden Lemwerder und Berne mit der feierlichen Niederlegung von Kränzen die blutige Schlacht ins Gedächtnis gerufen, bei der fast alle Bewohner Stedingens getötet wurden.

Der Jahrestag sei wichtig, weil dort die Wurzeln der Gemeinde liegen, betonte die Lemwerderaner Bürgermeisterin Regina Neuke. Sie fand es nach einem Besuch der Bookholzberger Freilichtbühne erschreckend, wie viele Menschen nicht mehr wissen, was „Stedingsehre“ ist, hieß es in ihrer Ansprache, der neben nur wenigen Bürgern, der stellvertretende Landrat Dieter Kohlmann, Vertreter des Kyffhäuserbundes, des Rüstringer Heimatbundes und des Berner Bürger- und Heimatvereins genauso beiwohnten wie Dietmar Mitrach.

Mitrach berichtete bei der anschließenden Zusammenkunft in der Heimatstube von den Fortschritten des Informationszentrums Bookholzberger Freilichtbühne, die die Nazis anlässlich des 700. Jahrestages erbaut hatten. Ein Geschichts- und Lernort soll dort entstehen. Die ursprünglich anvisierte Eröffnung am 13. Mai 2018 wurde allerdings um ein Jahr verschoben.

30 Jahre sei er auf dem Weg nach Bremen ahnungslos an dem Obelisken vorbeigefahren, gestand Alexander Schuhr, 2. Vorsitzender des Rüstringer Heimatbundes. Dabei sei das, was dort stattgefunden habe, eigentlich der Stoff für einen Hollywoodstreifen.

Ganz anderes war es bei Dieter Kohlmann, der von seinen Huntebrücker Großeltern schon früh von der Geschichte des Denkmals erfuhr. Es sei wichtig, diese Tradition hochzuhalten, betonte der stellvertretende Landrat bei seiner Ansprache in der Heimatstube, in die der Heimatverein alle herzlich zu Gesprächen und einer Kaffeetafel einlud.

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