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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Soul und Jazz künden von der Liebe zur Musik

12.08.2019

Lemwerder Bis auf den letzten Platz belegt war die Terrasse der Begegnungsstätte Lemwerder. Kein Wunder, denn im Rahmen des Gartenkulturfestivals 2019 wurde Freunden des Soul und Jazz dort mit Ron Williams und dem Jörg Seidel Trio in klassischer Besetzung (Seidel an der Gitarre, Gerold Dunker am Kontrabass und Christoph Münch am Piano) ein ganz besonderer musikalischer Leckerbissen serviert.

Dabei beeindruckte Williams nicht nur mit seiner gewaltigen Stimme, einer Hommage an Ray Charles und Klassikern wie Otis Redding’s „Sitting on the Dock oft he Bay“, Bill Withers „But ain’t no sunshine when she’s gone“ oder Wilson Pickets „Mustang Sally“, sondern sorgte mit Einblicken in sein Leben im Amerika vor rund 60 Jahren auch dafür, dass manch alt bekannter Song, wie beispielsweise „Georgia on my mind“ eine ganz neue Tiefe bekam.

Zur Militärpolizei

Als einziger Schwarzer absolvierte Williams bis 1961 in besagtem US-Bundesstaat eine Ausbildung zum Militärpolizisten, diente 1961 als MP in Fort Belvoir/Virginia und kam schließlich 1961 als GI nach Stuttgart, wo er nach einer Umschulung erster afroamerikanischer Radiosprecher eines Soldatensenders in Deutschland wurde. Neben Auftritten als Sänger bewies Williams hierzulande ab 1965 auch als erster US-amerikanischer Politkabarettist sein Talent, übernahm zahlreiche Fernsehrollen oder lebt mit seiner souligen Stimme seine Liebe zur Musik aus.

Unter dem Motto „You got a Friend“ plädierte er für Werte wie Empathie, Menschlichkeit und gegenseitiges Verständnis. Als einer von ein paar intelligenten Amis wisse er selbstverständlich, dass Lemwerder trotz des Wassers, das er zur Anreise überqueren musste, keine Insel sei, nahm der 77-Jährige seine Landsleute auf die Schippe. Und mit dem Wissen, dass harte Zeiten kommen, in denen Freundschaft und einander beizustehen wichtig seien, stimmte er so auf das mit dem Publikum als Backgroundchor gesungene „Stand by me“ ein.

Fans müssen warten

Dass er die Fans aufgrund einer Bahnverspätung etwas warten ließ, war ihm spätestens da mehr als verziehen. Die Mischung aus Soulstimme, mit Applaus bedachten Jazz-Improvisationen und dem einen oder anderen Blues zwischendurch machten den sommerlichen Nachmittag auf der Begu-Terrasse zu etwas ganz Besonderem.

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