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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

OPER: Liebe und Intrigen am Hof des Kaisers

18.04.2006

NORDENHAM Die Aufführung hatte ein sehr hohes dramaturgisches Niveau. Doch die Zahl der Zuschauer war gering.

von ute extra NORDENHAM - Anno 1791, zwei Jahre nach der Abschaffung von Adelsprivilegien und der Erklärung der Menschenrechte in Frankreich, komponierte Wolfgang Amadeus Mozart seine vorletzte Oper „La Clemenza di Tito“. Hochpolitisch war und ist der Inhalt dieser Oper, die als Auftragswerk von Kaiser Leopold II. (1790 bis 1792) für seine Krönung zum König von Böhmen im Jahre 1791 uraufgeführt werden sollte. Übrigens mit großem Erfolg.

Inhaltlich werden um einen nicht berechenbaren Titus, Kaiser von Rom, verschlungene Intrigen und Verschwörungen gesponnen, die jeweils von ganz persönlichen Abhängigkeiten und Persönlichkeitsstrukturen der handelnden Figuren wie Liebe, Wahnsinn, Verzweiflung oder auch gekränkte Eitelkeit zu einem Mordversuch an Titus führe. Der wird aber vereitelt.

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Die Urheber des Komplotts waren Titus‘ enge Freunde und Vertraute wie Sesto (Katerina Hebelkova), Annio (Alexia Basile), Annios Schwester Servilia (Irina Wischnizkaja), Vitellia, Geliebte des Sesto (Kammersängerin Marcia Parks), und Publio (Plamen Hidov), die rechte Hand von Titus. Während am Ende von Anthony Pilavachis Inszenierung Titus alle Verschwörer vergifteten Wein trinken lässt, verschont er einzig seinen intimen Freund Sesto und begnadigt ihn.

Mit minimalistischem Bühnenbild, mal ein Bett oder ein Stuhl auf schwarzer Bühne, gelang es dem Ensemble des Oldenburgischen Staatstheater am Donnerstagabend während einer rund zweieinhalbstündigen Darbietung, die intrigante Welt um einsam herrschende, verzweifelt handelnde Menschen zu einem intensiven Erlebnis werden zu lassen. Nicht nur die mit vielen kleinen interpretierenden Details gespickte Inszenierung ließ diese Aufführung zu einer gelungenen Darbietung werden, sondern auch die außergewöhnlichen Leistungen der Hauptdarsteller dieser Oper.

Allen voran Rolf Romei (Tenor), dem musikalisch und schauspielerisch die Rolle des Titus auf den Leib geschrieben schien, oder Katarina Hebelkova (Mezzosopran), die in der Männerrolle des Sesto überzeugend wirkte und ihre anspruchsvollen Arien – beispielsweise „Deh, per questo istante solo“ – meisterlich interpretierte. Auch die Rolle des Annios ließ Mozart von einer Frau singen. Burschikos und inspirierend füllte diese Rolle Alexia Basile (Mezzosopran) aus.

Marcia Parks (Sopran) gelang es, sämtliche Facetten der verführenden und intriganten Vitellia lebendig nachzuempfinden. In ihren anspruchsvollen Arien, wie zum Beispiel die ihres Komplottgeständnisses „Non piú di fiori“, glänzte die Kammersängerin mit ihren außergewöhnlichen stimmlichen Qualitäten. Kein Problem in dieser Inszenierung die richtige Figur des Publios abzugeben, hatte schließlich Plamen Hidjov, der kurzfristig für den erkrankten Oldenburger Bass Fritz Vitu eingesprungen war.

Hoch motiviert war auch der Opernchor unter der Leitung von Thomas Bönisch. Mal als armes Volk, mal in schriller Verkleidung auftretend, spielte er seine Parts mit Freude und Einsatz. Last not least bot das Oldenburger Staatsorchester unter der Leitung von Alexander Rumpf das ideale musikalische Fundament der hervorragenden Leistungen. Schade nur, dass so wenige Zuschauer das miterleben wollten.

Rolf Romei ist

die Rolle des

Titus auf den

Leib geschrieben

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