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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Madheads treten aufs Gaspedal

25.11.2013

Nordenham Manchmal braucht es eine Weile, bis der Funke aufs Publikum überspringt. Selten gelingt das sofort. Beim Konzert der Nordenhamer Nachwuchsband Madheads am Freitag in der Jahnhalle sprühen die Funken noch bevor sich Fabian Becker und seine Bandkollegen die Gitarren umschnallen. 170 Besucher feiern die fünfköpfige Rockband wie Fußballfans ihre Lieblingsmannschaft beim letzten und entscheidenden Spiel um die Meisterschaft.

Die Madheads spielen seit zweieinhalb Jahren in der aktuellen Formation zusammen. Rico Wilhelms (Schlagzeug), Steffen Flüchter (Gitarre), Lisa Schlesies-Janssen (Gesang), Dennis Strelkov (Bass) und Fabian Becker (Gitarre) haben in dieser Zeit einen gewaltigen Sprung gemacht. Am Freitag stellen sie ihre erste CD vor. Sie enthält drei eigene Stücke, die so wunderbar durchkomponiert sind, dass sie neben den energiegeladenen Gassenhauern unter anderem von Green Day und Bon Jovi locker bestehen können. Rock und College-Punk – darauf haben sich die Madheads spezialisiert. Und das kommt beim Publikum an – so gut, dass viele Besucher nach dem Konzert ihre T-Shirts auswringen können.

Nicht gekleckert

Bei ihrer CD-Release-Party haben sich die Madheads nicht lumpen lassen. Im Gegenteil: Nicht kleckern, sondern klotzen, lautet das Motto. Bühnenaufbau, Licht und Ton sind vom Allerfeinsten. Bei einigen Stücken bekommen sie sogar Verstärkung von der Background-Sängerin Saskia Birkenbusch. Es gibt einen Merchandise-Stand mit T-Shirts und Plakaten. Einige Madhead-Fans halten ein Transparent hoch.

Und die Lokalmatadore fühlen sich sichtlich wohl in diesem professionellen Umfeld. Musikalisch geht’s von Anfang an ordentlich zur Sache. Kurz vor der Pause der erste eigene Song. „No One’s Changing“ heißt er. Eine klasse Nummer, mit der sich die Madheads nicht verstecken müssen. Lisa Schlesies-Janssen hat den Text geschrieben, die Musik dazu haben die Madheads gemeinsam entwickelt. Ein schönes Break in der Mitte. Und ein klasse Solo von Fabian Becker. Virtuos und gleichsam kreischend wie eine heiß gelaufene Kreissäge lässt er die Gitarre kreischen. Selbst erfahrene Mucker, die im Hintergrund das Konzert verfolgen, ziehen ihren Hut.

Den Coverstücken geben die Madheads den Druck, den sie brauchen. Ob „Hey Ho, Let’s Go“ von den Ramones oder „Are You Gonna Be My Girl“ von Jet – kompromisslos heizt das Power-Quintett den Hexenkessel vor der Bühne an. Nur hin und wieder nimmt es den vom Fuß vom Gas und lässt seine Fans durchatmen.

Auch die Präsentation kann sich sehen lassen. Hier steht keine schüchterne Blockflötengruppe auf der Bühne, sondern eine Rock’n’Roll-Band, die vor Selbstbewusstsein strotzt, ohne den Bogen zu überspannen. Weiter so, kann man den Madheads da nur zurufen. Und hoffen, dass diese Formation noch lange bestehen bleibt.

Keine Sorgen

Und das Gleiche gilt für die Vorgruppe namens Beating Signal. Dabei handelt es sich um Luca Riese (Gitarre) und Bastian Sieghold (Gesang). Zu selbst eingespielten Keyboard-Sequenzen spielen sie eigene Stücke, die beim Publikum ebenfalls sehr gut ankommen. „Dark Futurepop“ nennen sie ihre Musik. Aber wer das Konzert am Freitag erlebt hat, braucht sich um die Zukunft der Nordenhamer Musikszene keine Sorgen zu machen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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