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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mehr als nur Genesis im Gepäck

30.03.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-03-30T05:34:33Z 280 158

Konzert:
Mehr als nur Genesis im Gepäck

Brake „Boom, boom, boom“ sang das Publikum aus voller Kehle, als Ray Wilson am Sonnabend „Solsbury Hill“ von Peter Gabriel anstimmte. Obwohl Gabriels-Hit nicht zu den „Genesis-Classics“gehört, hat das allseits bekannte Lied einen festen Platz im Programm des ehemaligen Stiltskin- und Genesis-Sängers. Entsprechend durfte es auch am Sonnabend beim Konzert im Centraltheater nicht fehlen.

Ray Wilson gehört mittlerweile zu den Stammgästen des Braker Kulturzentrums und ist ein Garant für ein begeistertes Publikum und ein ausverkauftes Haus. Auch am Wochenende war das Centraltheater wieder proppevoll. Aber nicht nur im Saal, auch auf der Bühne war vor lauter Technik und Musikern kaum noch Platz, denn neben Ray Wilson mussten noch ein Saxophonist, eine Geigerin, ein Schlagzeuger, ein Keyboarder sowie Wilsons Bruder Steve (Gitarre, Gesang) mit auf die Bühne.

Zusammen bot das Sextett eine musikalische Zeitreise durch die Geschichte von Genesis, aber vor allem auch durch die musikalische Entwicklung von Ray Wilson. Denn neben Genesis-Klassikern wie „Another Day in Paradise“, „Another Cup of Coffee“ vom Genesis-Gitarristen Mike Rutherford oder „That’s all“ gab es auch selbst geschriebene Lieder des gebürtigen Schotten zu hören. Darunter auch „Old Book on the Shelf“, ein Lied, welches im Juni auf dem kommenden Album „Song for a friend“ erscheinen wird. Das Lied, welches mit sanften Piano- und Geigenklängen beginnt, gehörte mit zu den besten und überraschendsten Liedern des Abends.

Aber auch der Rest des Konzerts konnte ohne Probleme überzeugen. Und das, obwohl Ray Wilson laut eigener Auskunft erkältet war. „Verzeiht mir schiefe Noten“, scherzte der Sänger mit dem Publikum. Von schiefen Noten war dann aber nicht viel zu merken. Vor allem bei den bekannten Genesis-Liedern bekam Ray Wilson auch noch tatkräftige Unterstützung seitens des Publikums. Das sang und klatschte nämlich mit, wo es nur konnte.

Nach über zwei Stunden, mehreren Zugaben und stehenden Ovationen ging das Licht auf der Bühne ein letztes Mal aus und die Saalbeleuchtung wieder an. Der Auftritt von Ray Wilson war bis auf Weiteres das letzte Konzert im Centraltheater: Ab Freitag, 1. April, erlischt zunächst die Betriebserlaubnis des Kulturzentrums (die NWZ  berichtete). Aus diesem Grund wird in den nächsten Monaten umgebaut.