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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mit Talent, Spaß und alten Meistern

14.10.2013

Nordenham Die siebte Auflage des Gewerkschafts-Jugendfestivals hat am Sonnabend trotz widrigen Wetters knapp 100 Musikbegeisterte aus den warmen Wohnzimmern in die Jahnhalle gelockt. In den Jahren hat sich diese von den Industriegewerkschaften Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und Metall sowie vom Deutschen Gewerkschaftsbund ausgerichtete Veranstaltung viele treue Fans erspielt.

Dieses Jahr gab es allerdings eine Änderung: Nicht wie gewohnt die Mannen vom Fonsstock-Verein, sondern das Jugendparlament der Stadt Nordenham übernahm die Planung des Konzertabends und war somit auch maßgeblich an der Auswahl der Bands beteiligt. Diese brachte dann auch einen abwechslungsreichen Abend.

Fragende Blicke

Den Beginn machte eine neue Formation aus Nordenham. It never Ends, fünf junge und durchaus talentierte Männer, ließen es so richtig krachen. Sie machen Musik, weil es ihnen Spaß macht, und das zeigte das Quintett auch auf der Bühne. Frontmann Julian Kluge am Mikrofon brachte, obwohl die Band noch nicht allzu viele Auftritte hatte, die treue Fangemeinde ganz schön ins Schwitzen. Ihm standen Bastian Sieghold und Kim Freese an den Gitarren zur Seite, während Drummer Elias Zehl und Bassist Alexander Stührenberg ordentlich groovten. Ihre Musik schien auch dem älteren Publikum zu gefallen, einzig viele fragende Blicke kamen auf, als ein rosafarbenes Kaninchen die Bühne eroberte und mit der Band Pogo tanzte. Lustig anzusehen war es allemal.

Gegensätzlicher hätte es gar nicht weitergehen können, als der Kapitän der Kuttercrew als nächstes die Bühne betrat. Mitgebracht hatte er sein Crewmitglied namens Dienstag, den er an einem Freitag gefunden hatte und deshalb auch sonnabends mit auf die Bühne nahm. Viele im Publikum, allen voran die Jüngeren, wussten nicht viel mit dem Humor vom Kapitän alias Markus Gerdes-Brinkmann und Dienstag alias Mavin Schulz anzufangen und verließen das Kulturzentrum.

Trotzdem wurde zu den Electrobeats kräftig gefeiert, gelacht und getanzt. Wer die beiden Haudegen der Kuttercrew kennt, weiß, dass sie immer für eine Überraschung gut sind. Als Gast hatten sie dieses Mal Harm die Krabbe mitgebracht. Harm alias Fat Drug von Einswarden Crime ist in Nordenham dafür kein Unbekannter. Sein Youtube-Video hat schon weit über 31000 Klicks und bei Insidern Kultstatus erreicht. Wie toll, dass der Kapitän der Kuttercrew diesen jungen Rapper von der vermeidlichen einsamen musikalischen Insel auf die Bühne geholt hat. Mit seinem Gesang und dem grazil anzusehendem Tanzstil trug er dazu bei, dass dies ein wundervolles, wenn auch schräges Konzerterlebnis wurde.

Schöne Stimme

Den Schlussakkord des Abends setzte ein Quintett namens HoBar, was House of Blues and Rock bedeutet. Sie haben sich als Ziel gesetzt, Musikstücke alter Meister zu covern. Mit ihrer schönen Stimme zog die Frontfrau Isabel Bulman das nun etwas übersichtlich gewordene Publikum in ihren Bann. Rainer Voskamp und Kevin Nielebock an den Gitarren ließen erahnen, dass der Bandname Programm ist. Boris Kuznik am Bass und Sebastian Kortmann an den Drums zeigten sich dazu in bester Spiellaune. Songs von Eric Clapton, B.B. King, Cream, den Eagles und auch Steppenwolf sorgten für kräftig Stimmung bei den Fans dieser Stilrichtung.

Nach gut drei Stunden war das Gewerkschaftsjugendfestival leider wieder passe, aber die schöne Erinnerung an den Hüftschwung von der Krabbe Harm wird bei vielen noch lange ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

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