• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mitreißend-quirliges Nostalgie-Feuerwerk

24.02.2015

Nordenham Ein zweistündiges Feuerwerk mit hochkarätiger Musik aus den 1930er- bis 1950er-Jahren erlebten jetzt die Besucher in der Nordenhamer Jahnhalle. Frech, feminin, fantastisch: Mary Kehl, Tina Meyer und Anni Heyer alias Sweet Sugar Swing, begeisterten das Publikum mit einem abwechslungsreichen und perfekt dargebotenen Programm.

Swingklassiker wie „Chatanooga Cho Cho“ und „Tuxedo Junction“ ließen die lebensfrohe Seite dieser Jazzmusik auf die Besucher einwirken. Ob dreistimmiger Gesang im typischen Sound der Zeit oder solistische Passagen – alles erklang mit einer ansteckenden Freude.

Jede der drei quirligen Sängerinnen hatte ihren eigenen Charakter und stellte ihr individuelles Können unter Beweis. Mit dem ruhigen „Let’s Do It“, einem bekannten Evergreen, oft gesungen von Ella Fitzgerald, entführte Mary Kehl die Zuhörer in emotional-intensive Nischen der Nachkriegszeit. Die Tänzerin Tina Meyer begeisterte mit einer mitreißenden, jazzigen Version von Doris Days Welthit „Que Sera, Sera“.

Annie Heyer, die aus Ostfriesland stammende dritte Sängerin in diesem außergewöhnlichen Trio, nutzte schließlich die Gelegenheit, während ihrer tollen Darbietung des Jazzklassikers „Night And Day“ neben Herren aus dem Publikum auch mit dem stets präsenten Pianisten Olli Poppe zu flirten. Wilde, perfekt choreographierte Tänze ließen zum Ohrenschmaus auch das Auge nicht zu kurz kommen. Neben dem Rock-’n’-Roll-Tanz bei „Shake, Rattle And Roll“ wurde beim „Mambo Italiano“ auf lateinamerikanische Tänze gewechselt. Und selbst den wilden Jump-Tanz konnte das Publikum bei der Zugabe „Jump, Jive And Wail“ erleben.

Ein besonderes Augenmerk forderte zudem die stets wechselnde zeitgenössische Garderobe der drei Damen. Mal in den Uniformen der damaligen amerikanischen Politessen, dann in original Pettycoat-Kleidern und zum Schluss in rot-schwarz glänzenden Cocktail-Kleidern kombiniert mit damenhaften Schuhen mit Pfennigabsatz zeigten sie die modischen Seiten dieser spannenden und wilden Dekaden.

Hemmungen, berühmte Lieder zu bearbeiten, hatte die Gruppe nicht. So wurde der Hit „Ich will keine Schokolade“, von Trude Herr einst präsentiert, wunderbar verjazzt, und die Texte des Evergreens „Bei mir bist du schön“ der Andrew Sisters und „Diamonds Are A Girl’s Best Friend“ von Marilyn Monroe immer wieder einzigartig aufgeführt, auf herrlich humorvolle Weise in plattdeutscher Sprache gesungen.

Kein Wunder, dass es am Ende des Konzertes begeisterten Applaus gab. Der Beifall galt natürlich auch den drei „Sugardaddys“, Helmut Reuter am Kontrabass, Olli Poppe am Piano und Thomas Hempel am Schlagzeug, die mit ihrer durchweg professionellen Begleitung den perfekten musikalischen Rahmen für die Sweet-Sugar-Damen gestaltet hatten.

Weitere Nachrichten:

Sera | Mambo

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.