• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Gambia: Moringa-Pflanzen erinnern an Bohnen

18.06.2015

Rodenkirchen /Jahaly Die Projekthilfe Gambia hat ein neues Vorhaben gestartet: Jetzt wird mit Unterstützung von Spendern aus Stadland in dem Dorf Jahaly auch die Pflanze Moringa Oleifera angebaut. Der Rodenkircher Dieter Lieken, Vorsitzender der Regionalgruppe Nord der Projekthilfe, hat sich jetzt in Gambia selbst vom Erfolg des neuen Projekts überzeugt.

Bei seiner Rückkehr haben ihn zwei Gambier begleitet: Famara Fatty, Projektmanager in Jahaly, und Charles Mbe, Elektroingenieur aus dem Dorf mitten in Gambia, der unter anderem die Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach der von der Projekthilfe betriebenen Buschklinik kostenlos installiert hat. Bei einem Treffen mit rund 35 Mitgliedern der Regionalgruppe im Haus von Dieter Lieken berichteten sie am Dienstagabend Neues aus Jahaly.

Tee, Pulver und Seife

Moringa-Pflanzen stammen aus Indien und werden mittlerweile in vielen tropischen Ländern angebaut. Ihre Früchte sehen nicht nur aus wie grüne Bohnen, sie werden auch so verarbeitet.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Blätter dienen zur Herstellung von Tee; zudem können sie zu einem Pulver verarbeitet werden, das verschmutztes Wasser von Bakterien und Viren reinigt. Aus dem Samen kann ein besonders haltbares Öl gepresst werden, das sowohl als Salatöl als auch für die Herstellung von Seife und Kosmetika geeignet ist. Derzeit werden die Blätter zu Tee oder Pulver verarbeitet und die Samen zu Seife. Die Produkte sollen auch in Deutschland verkauft werden.

Seit drei Jahren wird die Pflanze auf einem 75 mal 175 Meter großen Feld unweit der Buschklinik angebaut. Mit dem Erlös aus dem Verkauf sollen neue Projekte finanziert und bestehende verbessert werden. Zudem sollen Landwirte aus der Umgebung hier lernen, selbst Moringa-Pflanzen anzubauen. Allerdings ist die Ernte sehr personalintensiv.

Bei einer Besprechung mit den Dorfältesten und den Frauengruppen machten die deutschen Sponsoren deutlich, dass sie mit den Ergebnissen im Krankenhaus und mit der Arbeit im Kindergarten sehr zufrieden sind. Weil die regierungseigenen Krankenhäuser schlecht mit Medikamenten versorgt sind, ist die Buschklinik der Projekthilfe sehr gefragt. Das Personal – vier Krankenschwestern und ein Pfleger – ist stark belastet.

Bald 480 Kinder

Der Kindergarten, der wie eine Vorschule arbeitet, betreut jetzt 410 Kinder – 190 mehr als noch vor wenigen Jahren. Nächstes Jahr soll die Zahl der Nachmittagsklassen von 4 auf 10 gesteigert werden, so dass insgesamt 480 Kinder betreut werden können. Die Verpflegung der Kinder wirft erhebliche finanzielle Probleme auf – im nächsten Jahr werden Kosten von 6000 Euro erwartet.

Dagegen ist die Finanzierung der Klinik auf Jahre gesichert. Denn der Fernsehmoderator Markus Lanz spendete 62 500 Euro für Jahaly – die Hälfte seines 125 000-Euro-Gewinns bei der Prominenten-Ausgabe von „Wer wird Millionär?“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2203
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.