• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musikalisch gewagt und alles gewonnen

12.01.2008

NORDENHAM Langjährige Besucher der Konzerte der Goethe-Gesellschaft empfanden große Vorfreude: Das Dalibor-Klavierquintett bürgt für außergewöhnlichen Musikgenuss. Doch kurz vor dem Auftritt der fünf Musiker in der Aula des Gymnasiums wurde bekannt, dass zwei der fünf Musiker erkrankt waren, so dass sie kurzfristig durch Kollegen ersetzt werden mussten.

So spielte das Dalibor- Quintett an diesem Abend in folgender ungewohnter Besetzung: Kaoru Yamamoto, 1. Violine, als Ersatz für Tanja Becker-Bender, Markus Kern, 2. Violine, Konstanze von Gutzeit, Violoncello, als Ersatz für Sebastian Klinger, Andreas Willwohl, Viola, und schließlich Oliver Kern am Flügel.

Mit dem Trio für Violine, Violoncello und Klavier, B- Dur, KV 502 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) eröffneten Markus Kern, Konstanze von Gutzeit und Oliver Kern das Konzert. Sie boten eine verspielte, lebendige und intensive Interpretation des Werkes. Allerdings, und das ist wohl der einzige Wehrmutstropfen am gesamten Konzert, war der Flügel so weit geöffnet, dass viele Passagen, vor allem die der Violine, akustisch durch den relativ lauten Flügelklang nicht optimal zur Geltung kamen.

Was darauf folgte, wurde nun in voller Quintettbesetzung gespielt und war klanglich mehr als eine Wiedergutmachung. Mit dem hochromantischen, kontrastreichen Klavierquintett, Es-Dur, op.44 von Robert Schumann (1810 bis 1856) war die Anfangsspannung gebrochen und es wurde auf höchstem kammermusikalischen Niveau musiziert.

Es entstanden orchestrale Klangwelten, die mal friedlich, mal bedrohlich die Hörer immer weiter mitrissen. Zwischendurch, in einzelnen solistischen Passagen, konnten sie den warmen und vollen Klang des Violoncellos, die leidenschaftliche Intensität der Bratsche, die Virtuosität der Violinisten und die Fingerfertigkeit des Pianisten bewundern. Begeistert von der genialen Komposition und seiner ebenso gelungenen Interpretation ging es in eine anregende Pause, der das letzte Werk des Abends folgte: das folkloristisch angehauchte Klavierquintett A-Dur, op.81a von Antonin Dvorak (1841 bis 1904).

Auch hier, in diesem ebenfalls romantischen, sehr anspruchsvollen und abwechslungsreichen Werk, bewies das neu zusammengesetzte Quintett seine Professionalität und vor allem seine mitreißende Musikalität. Angeregt durch die gelungene Darbietung im ersten Teil, wurde nun noch mehr musikalisch gewagt und alles gewonnen.

Mit begeistertem Applaus, anfeuernden Pfiffen und einem Geschenk der Goethe-Gesellschaft wurde den fünf engagierten Künstlern so sehr gedankt, dass davon auszugehen ist, dass das Dalibor-Klavierquintett sich auch in Zukunft der Stadt Nordenham mit ihren Musikliebhabern und vor allem auch der unermüdlichen Goethe-Gesellschaft verbunden fühlt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.