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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musikalische Zeitreise

24.01.2012

BRAKE Nur im Schlösschen Rheinsberg konnte Friedrich der Große in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts so leben, wie er es sich wünschte – musisch, intellektuell und unter Freunden, bei denen nicht der Rang, sondern der Sinn für Geist, Musik und Dichtung zählte.

Zum intimen Freundeskreis des Preußenkönigs, dessen Geburtstag sich am 24. Januar zum 300. Mal jährt, zählten neben vielen Geistesgrößen sein Flötenmeister und Lehrer Johann Joachim Quantz, der Komponist Johann Gottlieb Graun und der Geiger Franz Benda. Auch der Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel gehörte zeitweilig zum Hoforchester Friedrichs II.

„Empfindsamer Stil“

In die Zeit des galanten Rheinberg führte im Borgstede & Becker Haus das Duo „Musical Delight“ seine Zuhörer beim Konzert „Friedrich der Große und seine Musiker“. Eingeladen zur musikalischen Soiree hatte die Kulturförderung Brake.

Fein aufeinander abgestimmt musizierten Susanne Peuker (Arciliuto = Barocklaute) und Dorothee Kunst (Traversflöte) den „empfindsamen Stil“ der Jahre 1720 bis 1730. Diese Musikrichtung löste sich vom streng regelhaften barocken Stil, wie er für Bach typisch war, hin zu stark von Emotionen geprägten Kompositionen, hin zur „Seufzer-Melodik“.

Friedrich der Große, so erläuterte Susanne Peuker die Historie um den „Alten Fritz“, sei nicht nur als großer Kriegsherr in die Geschichte eingegangen, sondern auch als erfolgreicher Musiker und Komponist: 121 Flötensonaten und sechs Flötenkonzerte sind von ihm erhalten. Kleine Histörchen und Anekdoten aus dem Alltag des vom strengen Vater traktierten Preußenprinzen Friedrich lockerten am Sonntag das „königliche Hofkonzert“ der beiden Künstlerinnen auf. Auch die beiden historischen Instrumente wurden von Susanne Peuker und Dorothee Kunst in ihren Funktionen vorgestellt.

Viel Applaus

Musikalisch begeisterten Peuker und Kunst – neben anderen zeitgenössischen Werken – mit dem wohl bekanntesten Stück des Preußenkönigs, der Sonate in e-moll, mit der a-moll Sonate von Johann Joachim Quantz und einer Fantasie für Laute, komponiert vom königlichen Theorbenspieler Ernst Gottlieb Baron. Viel Applaus gab es für diese exquisite musikalische Zeitreise, ergänzt um einem kleinen humorvollen Geschichtsunterricht.

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