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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musikalischer Spagat zwischen Rock und Shantychor

03.09.2014

Brake An seine allererste CD – „The Poison“, das Debütalbum von Bullet for my Valentine – erinnert sich Patrick Ahlers noch sehr gut. Der 24-Jährige berichtet, dass damals in der Schule Metalcore-Musik plötzlich sehr beliebt gewesen und er so auf die Band gestoßen sei. Sein Interesse für diese Musikszene entflammte und er kaufte sich die erste Gitarre – zuvor hatte er Akkordeon gespielt.

Mit Gitarre und Gesang wirkte er bald darauf in der Schülerband der Realschule Brake mit – sein Einstieg in die Bandszene. Es folgte mit Vomit Ville die erste eigene Band, die es heute aber nicht mehr gibt.

Seit drei Jahren existiert seine Band Nestable, die in Brake auch schon auf dem Waterquake aufgetreten ist. Im vergangenen Jahr hat sich die Band neu formiert, inzwischen haben die Musiker eine CD aufgenommen. Ein paar Auftritte in der Umgebung sollen folgen.

„Meine Lieblingsband ist Alter Bridge“, erzählt er, „da war ich auch schon auf mehreren Konzerten. Einmal bin ich sogar für einen Auftritt von ihnen bis nach Amsterdam gefahren.“ Aber er mag auch Bands wie Mumford and Sons oder The Police gern. „Ich brauche ganz viel verschiedene Musik. Die hilft mir beim Schreiben der Songs“, sagt der 24-Jährige. Seine Band Nestable covert nicht, sondern spielt nur selbst geschriebene Titel.

Ahlers selbst sieht sich als Teil der „Festivalgeneration“, also der Leute, die oft Musikfestivals besuchen. Neben Waterquake und dem Hurricane-Festival in Scheeßel geht er regelmäßig zu „einfachen“ Konzerten. Ahlers: „Zweimal im Monat mindestens.“

Sein erstes Konzert war in Hamburg von Horse the Band, die „Nintendocore“ – Metal, der an die Musik alter Spielkonsolen erinnert – spielen. Er war damals 17 Jahre alt und wegen des deutlich raueren Umgangs bei Metal-Konzerten schockiert gewesen. „Da war ich erstmals mittendrin, das war ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte“, so Patrick Ahlers.

Prinzipiell versucht er bei Konzerten auch, Kontakt zu der Band herzustellen und so nach dem Auftritt noch ein bisschen mit den Mitgliedern zu plaudern. „Das funktioniert meistens. Musiker verstehen sich untereinander“, meint der 24-Jährige.

Er hört fast überall Musik und hat ständig Kopfhörer im Ohr. „Ich brauche Musik einfach. Das gehört für mich irgendwie dazu“, sagt Ahlers. Während er früher nur MP3s über das Internet hörte, kauft er sich heute oft CDs. 150 Alben hat er inzwischen in seinem Regal stehen – und die Sammlung wächst noch.

Neben seiner Tätigkeit in der Rockband spielt Ahlers im Shantychor Bootsmannkaffee Akkordeon. Dieses musikalischen Gegensatzes ist er sich durchaus bewusst. „Ich mag beides, auch wenn es sehr unterschiedlich ist. Schließlich hat jeder Bereich davon seine Vorteile“, sagt er. Als sein Shantychor in diesem Jahr erstmals beim Waterquake auftrat, war Ahlers sehr angetan von der Akzeptanz der jüngeren Leute. Er hofft, dass dieses Stück Kultur auch zukünftig akzeptiert und beibehalten wird.

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