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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Hauptversammlung: Musikanten waschen schmutzige Wäsche

06.05.2014

Seefeld Die anwesenden 25 stimmberechtigten Mitglieder des Fanfaren- und Spielmannszugs Seefeld haben sich in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung von ihrem langjährigen ehemaligen Vorsitzenden Uwe Kleen endgültig getrennt. Bei einem geheimen Votum sprachen sich 20 Anwesende am Sonntagnachmittag im Dorfgemeinschaftshaus für einen Ausschluss aus, 4 dagegen, und einer enthielt sich.

Es ist das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass ein Mitglied seine Mitgliedschaft durch Ausschluss verliert. Die gesamte Versammlung war geprägt von Formfehlern und Unstimmigkeiten, angefangen beim Protokoll der letzten Hauptversammlung über einen zu weit gefassten Kassenbericht bis hin zu einer verunsicherten Vorsitzenden, die sich nur schwer an die Punkte ihrer Tagesordnung halten konnte und zwischendurch die Sitzung schloss, um sie kurze Zeit später doch weiterzuführen.

Kreis-Chefin kritisiert

Ilse Büsing, die Vorsitzende des Kreismusikverbandes. übte mehrmals Kritik an dem Verlauf der Versammlung und riet von einem Abbruch der Sitzung ab. „Ihr schiebt den Berg nur vor euch her, und das könnt ihr jetzt in der Spielsaison nicht gebrauchen“, sagte sie und forderte den Vorstand auf, die Tagesordnung Punkt für Punkt abzuarbeiten. Auch das passive Mitglied Henning Belitz wies auf einige Formfehler hin und sagte „Hier läuft einiges aus dem Ruder.“

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Dabei konnte der Vorstand nach der Verlesung des ebenfalls Kritik auslösenden Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung nur teilweise entlastet werden, da die Kasse nicht geprüft worden war. Kassenwart Marco Schomaker hatte Uwe Kleen als gewählten Kassenprüfer nicht zur Kassenprüfung eingeladen, da der Vorstand seinen Ausschluss vorbereitete. Zu dieser Zeit war Kleen aber noch voll berechtigtes Mitglied.

Per Einschreiben hatte der Vorstand Anfang des Jahres dem in der Jahreshauptversammlung am 8. Dezember 2013 aus allen Ämtern gewählten und fortan passiven Mitglied Uwe Kleen mitgeteilt, dass dieser in drei Punkten gegen die Vereinsinteressen verstoßen habe. Dies seien die Gründung eines konkurrierenden Musikzuges in Schwei, die Abwerbung von Mitgliedern des Spielmannszuges durch Vorstandsmitglieder des neuen Musikzuges und die Behauptung in der NWZ , dass der Fanfaren- und Spielmannszug Seefeld durch den Weggang wichtiger Mitglieder nicht mehr spielfähig sei.

Ebenfalls schriftlich hatte sich daraufhin Uwe Kleen geäußert. Beide Briefe wurden in der Versammlung verlesen und diskutiert. Dabei musste die Vorsitzende Sabine Kahle einräumen, dass zwei der drei Vorwürfe nicht zutreffen, weil der Musikzug Concordia kein konkurrierender Verein ist und ein Abwerbeversuch gar nicht stattgefunden habe, weil der Musikzug Concordia Schwei zu dem Zeitpunkt noch nicht gegründet war. Dennoch wurde in einer weiteren Vorstandssitzung die Mitgliedschaft Kleens endgültig gekündigt, was die Mitglieder am Sonntag bestätigten.

„Jahrelang aufgeopfert“

Vor der Abstimmung hatte Uwe Kleen noch einmal die Möglichkeit sich zu äußern, und er tat dies auch mit klaren Worten. Er habe sich jahrelang für den Verein aufgeopfert und werde nun ohne eine plausible Begründung aus dem Verein geworfen. Als treibende Kraft sah er dabei Markus Dollerschell, der hinter seinem Rücken an dem Rauswurf gearbeitet habe. Kleen machte Dollerschell Vorwürfe, in denen es um dessen Charakter und um Unregelmäßigkeiten im Vereinsleben ging. „Ich erkenne deine Lebensleistung mehr als an“, sagte Markus Dollerschell anschließend und gab die Unregelmäßigkeiten unumwunden zu.

„Ja, Fehler sind passiert“, sagte Dollerschell, „auch dass ich dir zusammen mit anderen Mitgliedern das Messer in den Rücken gerammt habe.“

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