• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mut zum unbekannten Werk

17.11.2009

BERNE Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847) war gerade einmal 17 Jahre alt, als er sein „Te Deum“ komponierte. Jetzt erklang dieses Werk für einen achtstimmigen gemischten Chor, Soli und Continuo im Rahmen der Berner Bücherwochen in der St. Marien Kirche zu Warfleth.

Ausführende waren der Oldenburger Kammerchor unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Johannes von Hoff. Als Solistin am Continuo war Anke Bultmann zu hören.

Das „Te Deum“ ist ein altkirchlicher lateinischer Hymnus, den Mendelssohn-Bartholdy in zwölf kurze Sätze teilte. Im ersten Teil preist der gesamte Kosmos den dreieinigen Gott. Im Mittelteil wird die Bekenntnisaussage über Christus besungen, der den Gläubigen den Himmel öffnet und der dritte Teil enthält das Bitten um Beistand für das zeitliche und ewige Leben.

An den Chor stellt das „Te Deum“ höchste Anforderungen, denen die 24 Sängerinnen und Sänger zu jeder Zeit mehr als gerecht wurden. Im zweiten Teil des Kammerchorkonzertes wechselte der Chor zu zeitgenössischen Komponisten und weltlicher Chormusik. Um den Sängern nach dem anspruchsvollen Stück etwas Pause zu gönnen, ließ Johannes von Hoff das Concertino aus „Musik für Positiv“ von dem deutschen Kirchenmusiker Lothar Graap erklingen.

Der Chor eröffnete den zweiten Teil mit „Ametsetan“, einem Chorwerk des bedeutendsten zeitgenössischen baskischen Komponisten Javier Busto in Originalsprache. Der finnische Komponist Jaakko Mäntyjärvi vertonte 1984 Texte aus Shakespeare-Dramen zu moderner und humorvoller Chormusik.

Auch hier unterstrichen die Sänger des Oldenburger Kammerchores ihre Freude am Gesang, ihren Mut zu unbekanntem Werk und ihre diszipliniert schillernde Aussagekraft. Wie kann man einen gelungenen Kammerkonzertabend besser beschließen als mit „Sleep“ des amerikanischen Komponisten Eric Whitacre? Für die Zuhörer in der kleinen Kirche am Deich ein wahrhaft gelungener musikalischer Ohrenschmaus, der bewies, dass der Oldenburger Kammerchor zu Recht zu den besten Chören Deutschlands zählt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.