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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musik: Neue Besetzung, alte Leidenschaft

25.09.2013

Nordenham Ein lupenreines Jubiläum ist es vielleicht nicht, ein Anlass für eine fette Bluesrock-Party aber allemal. „Unsere Band hat sich ja nie richtig aufgelöst“, sagt der Gitarrist Jochen Laarmann. So gesehen, ist an dem 25. Geburtstag, den die Gruppe Old Age im November mit einem Revival-Konzert im Güterschuppen feiern will, tatsächlich etwas dran. Da spielt es eigentlich keine Rolle, dass die 1988 gegründete Formation zwischendurch eine mehrjährige Schaffenspause eingelegt hatte. Mit der Ruhezeit bei Old Age ist es nun vorbei. In neuer Besetzung, aber mit alter Leidenschaft kehren die Nordenhamer Rockveteranen zurück auf die Bühne.

Aus der Originaltruppe, die sich einst in einem Getränkelager an der Martin-Pauls-Straße zum Mucke machen getroffen hatte, ist neben Jochen Laarmann (55) noch der Sänger und Bassist Helmut Dietrich (58) dabei. Die beiden Haudegen gehören seit Ewigkeiten zum harten Kern der Nordenhamer Musikerszene und haben schon in diversen Bands verschiedener Stilrichtungen mitgespielt. Im Herbst 2011 kamen sie auf die Idee, die guten alten Bluesrock-Zeiten wieder aufleben zu lassen. Was an der klassischen Minimalbesetzung aus Gitarre, Bass und Schlagzeug noch fehlte, war eine Fachkraft für das Trommeln.

Vom Punk zum Blues

Über Umwege und Zufälle fanden die Ur-Old-Ager den dritten Mann: Jens Milde. Mit seinen 49 Lenzen drückt der Drummer den Altersdurchschnitt zwar deutlich nach unten, aber damit können alle Beteiligten ganz gut leben. Etwas schwieriger gestaltete sich für Jens Milde allerdings die stilistische Eingewöhnungsphase. Von Haus aus ist er eher dem Punk und dem Bossa Nova zugeneigt als dem Bluesrock und der 70er-Jahre-Musik.

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Einst hatte Jens Milde in einer Deutschpunkband, die in einem spätpubertären Kreativitätsrausch dem Gedanken verfallen war, sich Juckende Eier zu nennen, das Schlagwerk bedient. Die schräge Truppe brachte es mit einem Song aus den frühen Achtzigern sogar zu einem Youtube-Beitrag mit immerhin 180 Aufrufen (Stand gestern).

1984 war die kurze Bandgeschichte der Juckenden Eier bereits beendet. Jens Milde verkaufte seine Trommelkiste und verfiel für 20 Jahre in einen musikalischen Dornröschenschlaf. Der würde immer noch andauern, wenn ihm seine Frau nicht irgendwann ein neues Schlagzeug geschenkt hätte. Das Gerät bearbeitet er seitdem in jeder freien Minute, die ihm sein Job als Zeitungsredakteur lässt.

Jochen Laarmann und Helmut Dietrich haben auf derartige Langzeit-Abstinenzen verzichtet und sind mehr oder weniger durchgehend im Geschäft geblieben.

Jochen Laarmanns musikalische Anfänge reichen bis in das Jahr 1970 zurück, als er in einer von ihm gegründeten Jugendband namens Zepter den Bass zupfte. Danach war der Gitarren-Fetischist, der im wirklichen Leben einer Tätigkeit als Bürovorsteher in einer Anwaltskanzlei nachgeht, in einer ganzen Reihe lokaler Musikgruppen aktiv. Dazu zählten in der Neuzeit unter anderem Mad Gringo & The Blind Buffaloes und Jauches Grubenorchester.

Bei einer Klassenfahrt in den Harz lernte Helmut Dietrich die Braker Schülerband Streaky Bacon kennen, die ihn sogleich als neues Mitglied aufnahm und 1969 damit das Startsignal für dessen mittlerweile 44-jährige Bühnenkarriere setzte.

Die Liste mit den Gruppen, in denen Helmut Dietrich seitdem gesungen und/oder den E-Bass bedient hat, ist lang und klangvoll. Rockmachine, Hard Road to Death und Bad Habit gehören ebenso dazu wie Mad Gringo & The Blind Buffaloes, die Erste Allgemeine Lehrerband und Fatallica. In der Bühnenbranche ist Helmut Dietrich auch hauptberuflich beschäftigt: Als Veranstaltungstechniker ist er der Saalmanager der Stadthalle Friedeburg.

Anfänge als Quartett

Bei Old Age mischten Jochen Laarmann und Helmut Dietrich (fast) von Beginn an mit. Bei einer Oldie-Fete in der Gaststätte Gallasch in Blexen fühlten sich der Schlagzeuger Peter Laarmann (Joches Bruder) und der Gitarrist Otto Fegter dazu inspiriert, eine Bluesrock-Band ins Leben zu rufen. Die beiden Gründungsväter holten sich Jochen Laarmann und Helmut Dietrich dazu. Das war im Frühjahr 1988. An öffentliche Auftritte dachte damals keiner von ihnen. Aber das sollte sich bald ändern.


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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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