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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Freilichtspektakel: Neue Skulptur für Plattsnacker

06.09.2011

RODENKIRCHEN Das plattdeutsche Gespräch stand im Mittelpunkt eines weiteren „Plattdüütsch Fröhschoppen“ am Sonntag in der Gaststätte Tönjes am Abser Sielhafen.

Der Schrieverkring des Rüstringer Heimatbundes und der Verein Freilichtspektakel Stadland hatten dazu die Autorin Myra Stuhrmann eingeladen, die einige Geschichten und Gedichte vortrug. Theaterregisseur Herold Menssen las dazu ebenfalls Anekdoten der Heimatdichterin Alma Rogge aus ihrem Buch „Grüße an alle“, die ihm besonders gut gefielen.

Neues Erkennungszeichen

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Ummo Wedelich, Vorsitzender des Freilichtspektakels, begrüßte die Freunde der plattdeutschen Sprache. Nicht nur das Zuhören, sondern auch das aktive Sprechen war an diesem Vormittag das erklärte Ziel. Die kleine Tischskulptur vor ihm mit zwei Metallköpfen auf einem Holzfuß sollte in Anlehnung an das Einladungsplakat nun das optische Erkennungszeichen dieser Gesprächsrunde sein. Wilfried Peters und Günther Harde haben die Skulptur gefertigt. Sie waren auch beim Frühschoppen anwesend. Ummo Wedelich bedankte sich bei den beiden Handwerksmeistern und versprach ihnen, die Skulptur fortan immer auf den Tisch zu stellen, wenn plattdeutsche Veranstaltungen stattfinden würden.

Das Thema des „Plattdüütsch Frühschoppen“ war nicht vorgegeben, doch viele Gespräche kreisten um den verstorbenen Landarzt Dr. Richard Heye, der schon zu Lebzeiten mit seiner humorvollen Art begeistern konnte. So habe er einmal bei einem Hausbesuch in einer Erbsensuppe eines Patienten seinen frisch gefangenen Hering schwimmen lassen. Oder er gratulierte bei der Silberhochzeit mit einem soeben aus dem Nachbargarten stibitzten Strauß Grünkohl.

Der Doktor war zudem Mitglied des berüchtigten Stammtisches in Schmedes Hotel, des heutigen Restaurants Ikaros. Richard Heye hatte am 10. März 1930 den Pfingstbaumclub Achterdorp mitgegründet.

Stammtisch zersägt

Viele der Anwesenden konnten sich noch gut an den Landarzt erinnern und steuerten Anekdoten bei. Auch um den Strammtisch und seine Mitglieder ging es beim Gedicht von Myra Stuhrmann „De Roonkarker Wett“, die in den 20er Jahren stattfand. Gemeinsam versuchten die Anwesenden, die richtigen Namen der Stammtischmitglieder herauszufinden, die im Gedicht verfremdet dargestellt waren.In dem Gedicht von Myra Stuhrmann wird die Durchsägung des Tisches beschrieben.

An den Kopfenden sind die Namen Detev Schmedes (1817) und Georg Schmedes (1944) zu lesen. Verewigt haben sich unter anderem auch der Landwirt und Pferdezüchter sowie Ökonomierat Georg Lübben, der am 15. September 1916 im Alter von 77 Jahren verstarb, sowie der Hofbesitzer Dr. Carl Tantzen, der am 17. März 1926 ums Leben kam. Auch findet sich der Name von Dr. Kreymborg darauf. Der Mediziner war nach dem Krieg 1870/71 nach Rodenkirchen gekommen und 1924 gestorben. Mehr als 30 Namen stehen auf der Tischplatte.

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