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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musikalische Weltreise begeistert Gäste

29.08.2017

Neuenbrok Knapp vier Monate ist es her, als der Moorriemer Projektchor in der Bardenflether St. Anna-Kirche anlässlich des 20-jährigen Bestehens ein viel bejubeltes Geburtstagskonzert gab. Mit einigen „Sahnestücken“ aus dem damaligen Repertoire eröffneten die Sängerinnen und Sänger am Sonntagabend in der Neuenbroker St.-Nikolai-Kirche erneut ein Konzert, in dem sich der Chor unter der Leitung von Frauke Büsing-Schwarting ganz bescheiden als „Vorprogramm“ bezeichnete. Denn: mit seinen Liedern ebnete der Projektchor den Oldenburger Gästen – Coro Piccolo – den Weg in die Herzen der Konzertbesucher. Neunzig Minuten und viele Noten später war das Publikum geschlossen einer Meinung: Besser geht’s nicht!

Musikalisch lud die elfköpfige Formation unter der Leitung von Eberhard Nehlsen zu einer Weltreise ein. Das Ensemble machte Stationen in Spanien und Brasilien, in den USA, Schweden, Südafrika und Irland. Mit dem Sonnenuntergang „Evenin’ rise“ führte der Weg in Richtung Westen und zur Melodie eines Welthits, den seit 1969 schon Neil Diamond, Joni Mitchell oder Roger Whittaker interpretierten: „Both Sides Now“.

Ob portugiesisch, spanisch, schwedisch oder tatsächlich gälisch – der Chor erstaunte seine Zuhörer nicht nur mit den Titeln in den Originalsprachen. Was vor allem überzeugte, waren die fantastischen Stimmen des Ensembles. Sowohl im Chorgesang, aber auch als Solisten waren die Sängerinnen und Sänger in allen musikalischen Sätteln zu Hause. Jeder Nicht-Sänger würde sich am gälischen Titel „Oró ’bhuachllín“ die Zunge verknoten, der Coro Piccolo absolvierte die Herausforderung mit Bravour – als hätte er im Leben nie anders gesungen als auf Gälisch.

So widmete der Chor, nach einer Irlandreise, der „Grünen Insel“ einen breiten musikalischen Spielraum und natürlich funktionierte das bei den Oldenburger Multitalenten besonders gut mit Fiddle, Tin-Whistle, Bodhran, Akkordeon und Gitarre. Noch schnell eine „Cup of Tea“ in „Sally Gardens“, dann ging es noch einmal zurück nach Brasilien und der wohl bekanntesten Samba, die dem Komponisten Sergio Mendes zu geschrieben wird: „Mas que nada“ – auf Deutsch „Ach, was soll’s?“

Von Song zu Song nahm in diesen eineinhalb Stunden der Beifall des Publikums kontinuierlich zu, Bravo-Rufe, anerkennende Pfiffe und trampelnde Füße sprechen ihre eigene Sprache. „Bei mir biste scheen“ – mehr Applaus können die Andrew-Sisters für ihren jiddischen Evergreen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auch nicht bekommen haben.

Zum Schluss vereinigten sich beide Chöre zum irischen Abendsegen: „Möge die Straße uns zusammenführen…“. Dass die musikalischen Straßen aus Oldenburg und Moorriem zu diesem begeisternden Chorkonzert zusammenkamen, das war an diesem Abend in der St.-Nikolai-Kirche auch ein Segen.

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Moorriemer Projektchor | Nehlsen