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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

KARNEVAL: Neulich in der Herrentoilette

07.02.2005

BURHAVE „TaTaah“ bietet immer wieder Neues. Diesmal war es eine Live-Schaltung in den Kuhstall.

von henning bielefeld BURHAVE - Bauer Harbers staunt nicht schlecht. „Ist denn schon wieder Karneval?“, fragt er die unsichtbaren Live-Reporter des neuen Senders „TaTaah-TV“, die ihn in seinem Kuhstall in Süllwarderburg aufgespürt haben. „Mir brummt noch der Schädel von Silvester.“

Und ob „schon wieder“ Karneval ist! Bei „TaTaah“ tummelten sich am Freitagabend 140 und am Sonnabend sogar 220 Narren im Rathaussaal. Sie erlebten ein vierstündiges witziges, mitreißendes und ungemein vielseitiges Programm, das auch im neunten Jahr durch seine Frische beeindruckte. Wer sich hier nicht amüsierte, war selbst schuld.

Zu den neuen Ideen gehörte die – natürlich nicht ganz astreine – Liveschaltung in den Kuhstall. Wenig später stand, nein: lag, Bauer Harbers auf der Bühne. Angetan mit einer Schlafmütze machte er sich’s in seinem Bett gemütlich und zog über Eckwarden her, das „Dorf der drei Meere“: „Tags ein Häusermeer, abends ein Lichtermeer und nachts gar nichts mehr.“

Nur am Sonnabend stieg der Hauptamtsleiter Joachim Wulf in die Bütt. Er zog, wie es sich gehört, Politik und Verwaltung ordentlich durch den Kakao. So habe die Polit-Prominenz viele Preise für die Tombola des Feuerwehrballs gestiftet: Meent Bruncken die Stiefel, die ihm zu groß gewesen seien, und Dieter Kuhlmann die Brille, weil er „sowieso das Kleingedruckte in den Ratsbeschlüssen nicht lesen konnte“.

Früher als sonst traten der Sögeler Hermann Prinz und der Butjenter Bernd Bultmann alias „Düt und Dat“ auf die Bühne. Während die – ebenfalls anwesende – Janine Schröder Miss Norddeutschland geworden sei, avanciere die geplante Badelandschaft zur „Miss Lungen“, kalauerte Bultmann. Prinz, im hoch gefährlichen Schiedsrichter-Dress auf der Bühne, präsentierte sich als Glockenspieler und als Sänger. In Weihnachtsmann-Anmutung sang er ein gar nicht mal so zweideutiges „Hoch auf das Fest der Liebe“.

Nur scheinbar zweideutig war dagegen das kurze Bütten-Debüt von Ingo Laddach: Das „Ding“, das er so trefflich beschrieb, ohne es beim Namen zu nennen, erwies sich als Flaschenreiniger.

Den Anschein, unter der Gürtellinie zu agieren, erweckten auch die „Butjenter Jungbullen“. Nachdem Peter Schmidthüsen als Zigarre rauchende Putzfrau die auf der Bühne dekorierte Herrentoilette aufgeräumt hatte, erschienen Dennis Brandt, Stephan Bremermann, Ralf Buggenthin, Tobias Cornelius, Jan-Dirk Harbers und Dirk von Häfen zu einer Pinkelpause mit Hindernissen. Des einen Arm war gebrochen, des anderen Handy läutete, und ein Dritter musste sich während des Geschäfts dringend eine Zigarette anstecken. Doch Mann hilft, wo Mann kann, und hält fest, was alleine nicht stehen kann.

Und dann waren da noch die beiden Herren vom Bau, die von Herzen über die Frauen lästerten und dafür Beifallsstürme ernteten: Monika Hattermann und Ilka Geberzahn alias „Stollhammer Zicken“. Ebenfalls ein närrisches Duo, das begeisterte: Johann Evers und Thomas Martinsen alias Max und Moritz. Evers lernte Martinsen als Büttenredner an – und auf Kosten der Butjenter Politprominenz einschließlich der zurückgetretenen Kur-Geschäftsführerin Inge Hauer wurde so mancher Witz gerissen.

Insgesamt spielten Hallenbad- und Hauerkrise jedoch eine untergeordnete Rolle. Offensichtlich sind die Wunden zu tief. Lediglich die „MMs“ – die Ratsherren Manfred Schmidthüsen (Unabhängige) und Matthias Schmitz (CDU) – nahmen diese Thematik in ihren Auftritt auf, der auf Freunde des derben Narren-Humors zugeschnitten war. So sangen sie – nach „Tür an Tür mit Alice“ – den auf Frau Hauer gemünzten Titel „Tür an Tür mit Inge“. Das Publikum ging mit und sang den Hintergrund-Refrain „Who the Fuck is Inge?“ („Wer zum Teufel ist Inge?“) – vor allem die Sögeler. Sie wussten es wohl wirklich nicht.

„Stollhammer

Zicken“ als

Männer vom Bau

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