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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Willehad-Gemeinde: Noch ein Nachschlag für das Pfarrhaus

14.12.2016

Nordenham Die Erinnerung an den ehemaligen Limburger Bischof Tebartz-van-Elst und die von ihm zu verantwortende Kostenexplosion beim Bau des Bistumszentrums Sankt Nikolaus ließ natürlich auch in Nordenham die Mitglieder der St.-Willehad-Gemeinde aufhorchen, als bekannt wurde, dass sich der Preis für ihr neues Pfarrhaus um 305 000 Euro auf 980 000 Euro verteuert. Da ließen kritische Stimmen nicht lange auf sich warten. Tatsächlich steigen die Kosten nach erfolgter Ausschreibung jetzt sogar auf 1,039 Millionen Euro. Die Ausgaben für den Abriss des alten Pfarrhauses, die Pfahlgründungen und die Einrichtung in Höhe von zusammen 200 000 Euro sind dabei noch gar nicht eingerechnet.

Im Herbst 2017 bezugsfertig

Das bisherige Pfarrhaus der St.-Willehad-Gemeinde war über 100 Jahre alt. Es wurde seit 2014 nicht mehr genutzt. Weil eine Sanierung aus Kostengründen nicht in Betracht kam, erfolgte Mitte Oktober der Abriss des Gebäudes.

Am gleichen Standort zwischen dem Kindergarten und der Kirche entsteht an der St.-Willehad-Straße das neue Pfarrzentrum. Der Baubeginn ist für Ende Februar geplant. In der zweiten Oktoberhälfte soll es bezugsfertig sein.

Nach einer Informations- und Diskussionsrunde, zu der Pfarrer Karl Jasbinschek sowie Dominik Blum und Martin Denzinger vom Bischöflich Münsterischen Offizialat Vechta (BMO) für Montagabend nicht nur alle Gemeindemitglieder, sondern auch Nachbarn und die Öffentlichkeit eingeladen hatten, glaubt niemand mehr an ein zu großzügig geplantes Gebäude und an überhöhte Kosten.

„Fürwahr, das ist ein teures Projekt. Aber wir kaufen keine goldenen Badewannen“, bestätigten die beiden BMO-Mitarbeiter, der eine zuständig in der Abteilung Seelsorge, der andere in der für Finanzen, Bau und Liegenschaften. Das Gebäude sei funktional, werde den gestellten Ansprüchen gerecht und sei im Vergleich nicht aufwendiger geplant als anderswo projektierte Pfarrzentren. Das in L-Form gestaltete, zweigeschossige Gebäude biete auf insgesamt 369 Quadratmetern unter anderem Platz für eine 100 Quadratmeter große Pfarrers-Wohnung und die Pfarrverwaltung auf 162 Quadratmetern. Das Büro-Untergeschoss, das sich Sekretärin, Rechnungsführer, Provisor und Diakon teilen, wird ausnahmslos barrierefrei sein. Dazu gehören auch ein kleiner Besprechungsraum und eine Behindertentoilette.

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Dominik Blum beschrieb das neue St.-Willehad-Pfarrzentrum als ein einladendes, lichtdurchflutetes Haus, das für alle offen sei. Farblich ebenso in Weiß gehalten wie das angrenzende Gotteshaus. Statt eines Gästezimmers ist eine Gästewohnung (54 Quadratmeter) vorgesehen. Sie soll zum Beispiel im Sommer dem Butjadinger Urlauberseelsorger oder der Urlaubsvertretung für den Gemeindepfarrer vorübergehend ein Zuhause bieten,.

Für die Kostensteigerungen gibt es nach Darstellung der Planer einfache Erklärungen. Die erste grobe Schätzung sei 2014 auf Grundlage eines Musterraumprogrammes ohne konkreten Entwurf entstanden. Sie habe weder die Gästewohnung noch das Mobiliar berücksichtigt und nur dazu gedient, eine Vergleichsrechnung zur angedachten Sanierung des inzwischen abgerissenen Altbaus aufzumachen.

Im Siegerentwurf im sogenannten Gutachterverfahren sei dann aber schon von 711 000 Euro die Rede gewesen. Nach der Einplanung von Gästewohnung, Pflasterungen und einer nach der neuen Energieeinsparungsverordnung vom Gesetzgeber erforderlichen Photovoltaikanlage lägen die „finalen Baukosten“ heute bei 1,039 Millionen Euro. Dabei habe kostentreibend gewirkt, dass die Preise konjunkturbedingt seit der ersten Schätzung kräftig angezogen hätten – allein von 2015 auf 2016 um 5,5 Prozent. Zudem gelte der seinerzeit eingerechnete „Abminderungswert“ für Bauvorhaben auf dem flachen Land längst nicht mehr.

Die Besucher des Informationsabends hatte die offene Auseinandersetzung mit den Planungsverantwortlichen überzeugt: „Ich freue mich über diese werthaltige Immobilie. Sie zeigt, dass wir hier eine Zukunft haben“, sprach eine Teilnehmerin vermutlich allen aus der Seele.

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