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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kopflandschaften und Naturgewalten

29.03.2018

Nordenham /Beckmannsfeld /emden Den Begriff „Landschaft“ verbinden die meisten Menschen in der Kunst mit der Abbildung der Natur. In welcher Form auch immer. So gesehen, ist es nicht ganz falsch, Peter Kuckei als einen Landschaftsmaler zu bezeichnen. Aber eben auch nicht richtig. Denn die Landschaften in seinen großformatigen Gemälden sind abstrakt-expressive Farbkompositionen, in denen die Aufarbeitung sehr persönlicher Erlebnisse zum Ausdruck kommt. Daher ist die Überschrift „Kopflandschaften“ durchaus passend für seine Werke. Unter diesem Titel steht auch eine im April beginnende Sonderausstellung in der Kunsthalle Emden.

Anlässlich des 80. Geburtstages, den Peter Kuckei am 25. Mai feiert, gibt die Kunsthalle einen Einblick in sein Lebenswerk. Es werden 25 Arbeiten aus allen Schaffensphasen des international erfolgreichen Künstlers gezeigt, der in Nordenham aufgewachsen ist und jetzt in Beckmannsfeld bei Stollhamm lebt.

Enge Verbindung

Zu der Emder Kunsthalle hat Peter Kuckei schon seit vielen Jahren eine enge Verbindung. Deren Gründer, der frühere Stern-Herausgeber Henri Nannen (1913-1996), schätzte an seinen Malereien besonders die explosiven, an Naturgewalten erinnernden Farbzusammenballungen. Deswegen ist Peter Kuckei in dem 1986 eröffneten Museum bereits von Beginn an mit Gemälden vertreten.

Kuckei-Werke in der Kunsthalle Emden

Die Ausstellung „Kopflandschaften“ wird am Sonnabend, 7. April, im Atrium der Kunsthalle Emden eröffnet. Beginn ist um 16.30 Uhr. Die Adresse lautet Hinter dem Rahmen 13.

Einen Vortrag zur Einführung in die Werke hält der Kunsthistoriker Dr. Jürgen Schilling. Anschließend führt Kunsthallendirektor Dr. Stefan Borchardt ein Gespräch mit dem Künstler Peter Kuckei.

    www.kunsthalle-emden.de

    www.peterkuckei.com

Bei der Ausstellungseröffnungen am Sonnabend, 7. April, tritt Dr. Jürgen Schilling als Redner auf. Der Kunsthistoriker aus Berlin ist ein langjähriger Kuckei-Kenner. Er schreibt der Butjadinger Küstenlandschaft und -witterung eine Schlüsselrolle in den Werken zu. Für manchen Betrachter mögen die abstrakten, wie von unsichtbaren Kräften getriebenen Farbkonturen in Peter Kuckeis Bildern flüchtige Momentaufnahmen sein. Aber Jürgen Schilling weiß, dass es anders ist: „Das sind durchkomponierte Formengefüge“, sagt er.

Peter Kuckeis Geburtsort ist Husum, doch aufgewachsen ist er in Nordenham. An der Bahnhofstraße hatte er sein Zuhause. Schon in jungen Jahren stand für ihn fest, dass er Künstler werden wollte. Als Zehnjähriger begann Peter Kuckei mit dem Zeichnen und griff dafür Motive aus seiner ländlichen Umgebung auf. Allerdings hielt sich in seiner Familie die Begeisterung in Grenzen, als er den Wunsch äußerte, ein Kunststudium zu beginnen. Daher ließ er sich in Nordenham zunächst zum Schriftsetzer und Drucker ausbilden.

1960 nahm Peter Kuckei dann doch sein Studium auf. Zunächst an der Staatlichen Kunstschule in Bremen und danach von 1961 bis 1963 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Im Anschluss an sein Studium zog Peter Kuckei in das damals noch zweigeteilte Berlin, um dort als freischaffender Künstler zu arbeiten. Berlin wurde für viele Jahre der Lebensmittelpunkt des Malers.

Zurück an den Jadebusen

1976 kam das abgeschiedene Beckmannsfeld als zweiter Wohnsitz hinzu. In der mit viel Aufwand umgebauten und erweiterten Bauernkate hat der Künstler heute sein Zuhause und auch sein Atelier. Dazwischen lagen die Stationen in den Vereinigten Staaten, wo Peter Kuckei zunächst in San Francisco und später in Miami zeitweise lebte. 2009 kehrte er nach Beckmannsfeld an den Jadebusen zurück – dorthin, wo seine Heimat ist.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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