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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

4332 Frauen bekommen eine Einladung

03.07.2018

Nordenham Wie wichtig die Früherkennung von Brustkrebs durch eine Mammographie ist, darauf weisen Dr. Gerold Hecht und Birgitt Kampen-Neumann vom Mammographie-Screening-Programm Niedersachsen Nordwest hin. Das Mammobil steht zurzeit auf dem Parkplatz am Freizeitbad Störtebeker.

Einladung per Post

Alle Frauen in Nordenham und Butjadingen im Alter von 50 bis 69 bekommen in diesen Wochen Post vom Mammographie-Screening-Programm. Sie werden eingeladen, am Mammographie-Screening teilzunehmen. „Viele Frauen denken, von einer Krebserkrankung seien nur ältere Frauen betroffen“, berichtet Gerold Hecht, einer der programmverantwortlichen Ärzte für die Region Niedersachsen-Nordwest. Rund die Hälfte aller Brustkrebserkrankungen tritt aber im Alterszeitraum zwischen 50 und 69 auf.

Zentrale Stelle

Terminänderungen: Sollte der Termin in der Einladung den Frauen nicht passen, können sie in der zentralen Stelle Mammographie-Screening unter Telefon 0421/36115147 oder auf der Homepage https://niedersachsen.mammotermin.de einen neuen Termin für die Untersuchung vereinbaren.

Zwar seien auch jüngere Frauen nicht vor einer Erkrankung gefeit. Unter 40 Jahren sei die Wahrscheinlichkeit für Frauen, an Brustkrebs zu erkranken, jedoch gering, sagt Gerold Hecht. Junge wie ältere Frauen sollten regelmäßig zum Gynäkologen gehen. Dort wird ab dem 30. Lebensjahr eine erweiterte Krebsfrüherkennung durch das Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgenommen.

Für junge Frauen ist ein Mammographie-Screening aber auch deshalb weniger geeignet, weil das Drüsengewebe in der Brust bei ihnen noch dichter ist, erläutert Birgitt Kampen-Neumann. Eine Früherkennung sei dadurch schwieriger.

Für die Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren ist das Mammographie-Screening-Programm kostenlos. 4332 Frauen aus Nordenham und Butjadingen werden in diesem Jahr eingeladen. Noch bis September steht das Mammobil in Nordenham. Anschließend wird es in Brake Halt machen.

Seit 2008 kommt das Mobil alle zwei Jahre nach Nordenham. In der Wesermarsch werde das Angebot zur Krebs-Früherkennung gut angenommen, freuen sich Gerold Hecht und Birgitt Kampen-Neumann. 2016 nahmen fast 70 Prozent der eingeladenen Frauen in Nordenham am Mammographie-Screening teil, sagt der Arzt. Bundesweit sind es nur 50 bis 55 Prozent.

„Das Mammographie-Screening ist eines der besten Programme zur Früherkennung“, sagt Gerold Hecht. Im gesamten Nordwesten sei im Jahr 2016 bei rund sechs Prozent der Frauen eine Erkrankung festgestellt worden. Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Durch das Screening sei es möglich, sehr kleine Tumore, die noch nicht ertastet werden können, zu entdecken. Rund die Hälfte der Frauen, bei denen in der Mammographie ein Tumor erkannt wird, benötigen keine Chemotherapie.

Bei einer Mammographie werden Röntgenbilder erstellt. Die Strahlendosis werde möglichst gering gehalten und sei anders aufgebaut als bei anderen Röntgengeräten. „Deshalb kann man die Untersuchung auch nicht mit dem gleichen Gerät wie zum Beispiel für die Lunge machen“, sagt Gerold Hecht.

Nur Frauen im Mammobil

Im Mammobil arbeiten nur weibliche Kräfte, meist Medizinisch-Technische-Assistentinnen, die speziell geschult sind. Die im Screening gemachten Aufnahmen werden immer von zwei Ärzten unabhängig voneinander begutachtet. Wird eine Unregelmäßigkeit festgestellt, werden die Aufnahmen nochmals von einem Team bewertet und wenn möglich mit bereits vorhandenen älteren Aufnahmen verglichen.

Innerhalb von rund einer Woche nach dem Screening werden die Frauen über das Ergebnis benachrichtigt. Gerold Hecht und Birgitt Kampen-Neumann appellieren an alle Frauen, die eine Einladung zur Mammographie bekommen, diese Möglichkeit der Früherkennung auch zu nutzen.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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