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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kirche in Nordenham will freiwilliges Engagement stärken

19.03.2019

Nordenham Sie sind in der Seniorenarbeit tätig, im Frauenkreis, in der Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen; sie helfen bei der Vorbereitung der Familiengottesdienste, bei Festen, sind als Lektoren und Küster im Einsatz, arbeiten im Gemeindekirchenrat mit oder kochen einfach nur Kaffee. Ehrenamtliche sind ein unverzichtbarer Bestandteil in der evangelischen Kirchengemeinde Nordenham. In vielen Bereichen bringen sie sich ein. Sie werden gebraucht. Das wissen auch die drei Pfarrer Heike Boelmann-Derra, Christopher Iven und Christiane Wittrock.

Neue Schaltstelle

Die Pastoren haben sich viele Gedanken darüber gemacht, wie sie die Bedingungen für ehrenamtliches Arbeiten in der Gemeinde verbessern können. Eine Idee ist die Einführung eines Ehrenamtskoordinators. Seit Anfang des Monats gibt es ihn. Er heißt Johannes Rauhut, ist 53 Jahre alt und künftig die Schaltstelle für das Ehrenamt in der Kirchengemeinde. An diesem Donnerstag, 21. März, will er sich bei einem offenen Gesprächsabend den Gemeindegliedern vorstellen. Das Treffen findet ab 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus statt. Johannes Rauhut und die drei Pfarrer wollen mit der Gemeinde darüber diskutieren, was getan werden kann, damit das Ehrenamt in der Kirchengemeinde attraktiv bleibt. Heike Boelmann-Derra und ihren Kollegen ist es wichtig, dass sich die Ehrenamtlichen in der Kirchengemeinde wohl fühlen.

Heike Boelmann-Derra schätzt, dass rund 100 Ehrenamtliche in der Kirchengemeinde tätig sind. Diese Menschen spielen eine wichtige Rolle bei der Frage, wie sich die Kirchengemeinde in Zukunft aufstellt. Nach den Worten von Christopher Iven befinden sich die Grundstrukturen des Gemeindelebens im Wandel. Zurzeit hat die evangelische Kirchengemeinde Nordenham rund 5800 Mitglieder. Die Tendenz ist rückläufig. Das hat demografische Gründe. Das hängt mit einer zunehmenden Anzahl von Kirchenaustritten zusammen. Das hängt aber auch damit zusammen, dass Kinder gar nicht erst zur Kirche kommen, weil ihre Eltern konfessionslos sind. Christiane Wittrock spricht von einer zunehmenden „Entkirchlichung“. „In vielen Familien spielt der Glaube einfach keine Rolle mehr.“

Pfarrstellen fallen weg

Nach den Worten von Christopher Iven ist die Oldenburgische Landeskirche gerade dabei, sich für das Jahr 2030 neu auszurichten. Eins steht bereits fest: Von den zurzeit 24 Pfarrstellen im Kirchenkreis Wesermarsch werde nur 14,5 übrig bleiben. Vor diesem Hintergrund stehen den Kirchengemeinden gravierende strukturelle Änderungen bevor. Bei diesem Prozess wollen die Pfarrer ihre Gemeinde und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter auf keines Fall außen vor lassen.

Ein erster Schritt ist die Einführung des Ehrenamtskoordinators, der sich in erster Linie als Ansprechpartner versteht. Wo und wie kann ich mich in der Gemeinde einbringen? Wer sich diese Fragen stellt, ist bei Johannes Rauhut künftig an der richtigen Adresse. Christopher Iven möchte auch wissen, welche Formen der Anerkennung und Begleitung ehrenamtlicher Arbeit gewünscht werden. Heike Boelmann-Derra weiß, dass sich viele Ehrenamtliche untereinander gar nicht kennen. Auch das soll geändert werden, damit eine Art „Wir-Gefühl“ entsteht.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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