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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„Es ist wie eine Art Kur oder ein Urlaub“

02.03.2018

Nordenham Heilfasten liegt im Trend, vor allem in den knapp sieben Wochen der Fastenzeit vor Ostern. Es entschlackt den Körper und hat eine reinigende Wirkung. „Essen ist Arbeit für den Körper. Durch den zeitweiligen Verzicht auf Nahrungsmittel ist es möglich, zu entschleunigen, Körper und Geist in Einklang zu bringen und Spiritualität zu erfahren“, sagt Karl Jasbinschek. Der Pfarrer der St.-Willehad-Kirchengemeinde weiß, wovon er spricht.

Er selbst hat diese Erfahrung erstmalig vor mehr als zwei Jahrzehnten gemacht und begleitet seitdem in der Zeit vor Ostern regelmäßig Heilfastengruppen. In Nordenham hat der 62-Jährige bereits im vergangenen Jahr einen solchen Kursus angeleitet. Und auch an diesem Freitag wird wieder eine Heilfastengruppe in der katholischen St.-Willehad-Kirchengemeinde zusammenkommen.

Sieben Interessenten haben sich bislang angemeldet, um gemeinsam eine Woche lang auf feste Nahrung zu verzichten und sich abends über ihre täglichen Erfahrungen dabei auszutauschen. Die Treffen, die jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrheim stattfinden und für die es noch freie Plätze gibt, dienen aber auch dazu, um sich in der Gruppe mit spirituellen Themen zu beschäftigen.

Hier werden Körperwahrnehmungsübungen, Feuermeditation, Gebete und Bibelworte zum Tragen kommen. Das kostenfreie Angebot richtet sich an alle, unabhängig von ihrer Konfession. Anmeldungen werden im Pfarrbüro an der St.-Willehad-Straße 37 oder telefonisch unter der Rufnummer 04731/2 13 05 entgegengenommen.

In einer ersten Veranstaltung hat der Internist Dr. Michael Bodammer bereits eine Einführung in das Heilfasten und dessen gesundheitliche Auswirkungen gegeben. Denn die Beschränkung auf das Trinken von Wasser, ungesüßten Säften, Tees und salzfreier Brühe ist keineswegs für jedermann geeignet.

Nicht für jeden geeignet

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, an einer chronischen Krankheit leidet, untergewichtig, schwanger, Allergiker oder Diabetiker ist, sollte vorher unbedingt Rücksprache mit seinem Arzt halten. Darüber hinaus sollte das Fasten nur dann erfolgen, wenn in dieser Zeit keine beruflich oder privat stressigen Termine anstehen. Vorteilhaft ist zudem eine körperliche Vorbereitungsphase mit dem mehrtägigen Verzicht auf Alkohol, Nikotin, Kaffee, Tee und anderen anregenden Stoffen. Schwer im Magen liegendes Essen sollte ebenfalls vermieden werden. Es empfiehlt sich eine schrittweise Darmentleerung.

Untersuchungen haben belegt, dass das Heilfasten durchaus eine positive Auswirkung auf die Psyche hat und oftmals zu einer gesundheitsbewussteren Lebensführung führt. Es kann mittel- und langfristig ein Impuls für die Änderung des Lebensstils sein, ist aber kein probates Mittel gegen den lästigen überflüssigen Winterspeck.

„Es geht darum, seinem Körper und Geist etwas Gutes zu tun, sich bewusst wahrzunehmen und etwas Neues zu entdecken, was in der Hektik des Alltags oftmals leider untergeht“, sagt Karl Jasbinschek. „Es ist wie eine Art Kur oder ein Urlaub. Man löst sich von Gewohnheiten, gewinnt Abstand, wechselt die Perspektive und entwickelt dabei neue Sichtweisen und Ideen. Das Zusammenkommen mit den anderen Fastenden am Abend gibt ebenfalls neue Impulse, und die ‚Mutmachgruppe‘ fördert natürlich den sozialen Zusammenhalt.“

Fastenbrechen

Am Ende der einwöchigen Fastenzeit wird für die Teilnehmer ein gemeinsames Fastenbrechen auf dem Programm stehen. Selbstverständlich kein üppiges Mahl, denn nach der Phase der Enthaltsamkeit muss sich der Körper schließlich erst wieder allmählich an die feste Nahrung gewöhnen. Frisches Brot, ein paar Apfelstücke und Käsewürfel müssen vorerst reichen. Das werden sie sicher auch, weil die Geschmacksnerven durch das Fasten sensibilisiert worden sind und alles viel intensiver geschmeckt wird, meint Karl Jasbinschek.

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