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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Finanzieller Kraftakt zum Jubiläum

12.04.2019

Nordenham Wer hätte das gedacht? Auch diejenigen, die 1994 bei der legendären Geburtstagsparty dabei waren, die als Geburtsstunde des Fonsstock-Festivals gilt, wären nicht im Traum auf die Idee gekommen. Damals wurde in einem privaten Garten gefeiert, die Bands spielten auf dem Garagendach. 25 Jahre später ist Fonsstock nicht mehr wegzudenken aus der norddeutschen Festival-Landschaft. Aus der privaten Geburtstagsfete ist längst eine Marke geworden, ein zweitägiges Musikfestival mit internationaler Besetzung und einem ganz besonderen Flair. Natürlich geht’s nicht mehr auf dem Garagendach. Auf der Osterfeuerwiese an der Strandallee haben die Fonsstocker ihr Zuhause gefunden. Und dort steigt am Freitag und Samstag, 14. und 15. Juni, die Jubiläumsausgabe.

Die Vorfreude steigt

Die Vorbereitungen sind inzwischen so gut wie abgeschlossen, teilt Pressesprecher Jens Locker mit. Das Programm steht. Nicht nur bei den Fonsstockern selbst, sondern auch bei vielen Fans des Festivals steigt die Vorfreude. Und die ist berechtigt. Für die 25. Auflage will der ausrichtende Verein den Besuchern ein ganz besonderes Programm bieten. Dafür greifen die Fonsstocker so tief in die Vereinskasse wie noch nie zuvor. Am Eintrittspreis ändert sich aber nichts.

Das Programm beim 25. Fonsstock-Festival

Freitag, 14. Juni:  16 Uhr: Shantychor Rodenkirchen; 17 Uhr: Not My Art (Metal, Hardcore/Nordenham); 18 Uhr: Empire Me (Melodic Punkrock/Osnabrück); 19 Uhr: 20 Belows (Pop-Punk/Kopenhagen); 20.15 Uhr Macsat (Punk, Rock/Münster); 21.30 Uhr: Bitume (Punkrock/Oldenburg); 23.15 Uhr: Red City Radio (Punkrock/Oklahoma City).

Samstag, 15. Juni: 11 Uhr: Radau! (Rock/Hamburg); 12.45 Uhr: Shantychor Nordenham; 14.15 Uhr: Hush Puppies (Punkrock/Oldenburg); 15.30 Uhr: Zatopeks (Pop-Punk/London); 16.45 Uhr: Drunken Dolly (Folk-Punkrock/Rotterdam); 18.15 Uhr: Tequila and the Sunrise Gang (Reggae-Ska-Punk/Kiel); 19.45 Uhr: The Apers (Punkrock/Rotterdam); 21.15 Uhr: The Porters (Folk-Punk/Düsseldorf/Duisburg); 23 Uhr: The Baboon Show (Punk, Garage, Powerpop/Stockholm)

Tickets für das Fonsstock-Festival gibt es in allen Vorverkaufsstellen der Nordwest-Zeitung. Inklusive aller Gebühren kosten sie 28,85 Euro.

Hier gibt es Tickets bei Nordwest-Ticket

Dass die Ausrichtung des Festivals zum größten finanziellen Kraftakt der Vereinsgeschichte wird, hängt nicht nur mit der Bandauswahl zusammen, sondern hat auch logistische Gründe. Die Schließung der Jugendherberge Ende 2017 war ein harter Schlag für die Fonsstocker, weil das Haus in unmittelbarer Nähe des Festival-Geländes eine wichtige Rolle spielte für die Unterbringung der Musiker und das Catering. Jetzt muss der Verein Hotelzimmer für die Bands buchen. Und das ist nur einer von vielen Gründen für den erhöhten Kostenaufwand. Auch die Ausgaben für Bands, Versorgung, Technik und Genehmigungen sind gestiegen. Das größte Kapital des Vereins sind die Ehrenamtlichen, die Jahr für Jahr ohne Entgelt arbeiten, um das Festival auf die Beine zu stellen.

Was ist neu bei der Jubiläumsausgabe? Erstmals gibt es einen Programmpunkt für Kinder. Die Band Radau! aus Hamburg eröffnet am Samstag um 11 Uhr das Programm. Die Gruppe läuft bei KiKa im Fernsehen rauf und runter. Sie ist schon beim Reeperbahn-Festival und beim Bundespräsidenten aufgetreten. Jens Locker verspricht einen Auftritt „garantiert ohne Blockflöten“. Jungen und Mädchen bis zwölf Jahre haben bei diesem Konzert freien Eintritt. Viele Ur-Fonsstocker haben inzwischen selbst Nachwuchs und die Notwendigkeit erkannt, auch das ganz junge Publikum anzusprechen.

Ebenfalls neu ist ein Warm-up-Konzert, das am Samstag, 8. Juni, in der Jahnhalle stattfindet. Die Bands The Sewer Rats, Damniam und Die Meldung wollen es im Kulturzentrum krachen lassen und dem Publikum einen Vorgeschmack auf das große Open-Air am Wochenende darauf bieten.

Der musikalische Schwerpunkt liegt in diesem Jahr wider auf Punkrock in verschiedenen Variationen. Headliner des Festivals sind die Gruppen Red City Radio aus Oklahoma City (USA) am Freitagabend und The Baboon Show aus Stockholm (Schweden) am Samstagabend. Darüber hinaus haben die Fonsstocker viele alte Bekannte eingeladen: Bitume zum Beispiel, The Porters und The Apers. Natürlich ist auch der Nordenhamer Shantychor wieder mit von der Partie. Ohne „Nordenhams älteste Boygroup“ ist Fonsstock nicht mehr denkbar. Ebenfalls ein Heimspiel hat die Nordenhamer Metal-Band Not My Art, die am Freitag zu hören ist. Eröffnet wird der erste Festival-Tag vom Shantychor Rodenkirchen. Es weht also nicht nur internationales Flair über die Fonsstock-Wiese, sondern es gibt auch reichlich Lokalkolorit.

Vorstand wiedergewählt

An der Besetzung des Fonsstock-Vorstands hat sich bei der jüngsten Jahreshauptversammlung nichts verändert. Vorsitzender bleibt Thomas Neumann, und Schatzmeister ist nach wie vor Matthias Weßels. Die beiden weiteren Mitglieder der Führungsriege tauschten ihre Posten. Timo Adamietz ist jetzt neuer stellvertretender Vorsitzender, Volker Morisse hat das Amt des Schriftführers übernommen.

Von der Gartenparty zum anerkannten Do-it-Yourself-Festival: Ein Großteil der Führungsriege begleitet diesen Prozess schon seit vielen Jahren. Fonsstock ist längst zu einem Aushängeschild der Stadt geworden. Und für das besondere Erlebnis, dass dieses Festival bietet, steht auch die Tatsache, dass aus dem Festival-Namen inzwischen ein Verb abgeleitet wurde. Im Duden findet sich der Begriff „fonsstocken“ zwar nicht, aber wer einmal dabei gewesen ist, weiß, was gemeint ist: Spaß haben, friedlich feiern, ein bisschen verrückt sein, Dosenbier, Pogo, Musik und das alles zu günstigen Preisen. Selbst diejenigen, die mit Punkrock nicht ganz so viel anfangen können, genießen diese besondere Festival-Atmosphäre.

Bis zu 2000 Besucher erwartet Jens Locker bei der 25. Auflage, obwohl sich Nordenham Marketing & Touristik entschlossen hat, die Landpartie Garten & Ambiente ausgerechnet am Fonsstock-Wochenende auszurichten. Jens Locker glaubt nicht, dass dem Festival dadurch viele Besucher abhanden kommen. „Aber generell ist es für eine kleine Stadt wie Nordenham eher unglücklich, dass an einem Wochenende gleich zwei Großveranstaltungen stattfinden.“


     www.fonsstock.de 
Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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