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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Schwedischer Tornado haut die Fans um

17.06.2019

Nordenham Wer hätte gedacht, dass am Samstagabend noch ein Wirbelsturm über das Festival-Gelände zieht. In den hinteren Reihen stehen selbst altgediente Fonsstocker mit offenem Mund da und staunen. Die Besucher in den ersten Reihen ahnten es schon. Wenn Cecilia Boström ins Mikro röhrt, singen sie jede Zeile mit. Cecilia Boström ist die Frontfrau der Punkband The Baboon Show aus Stockholm. Sie hat vor vier Wochen ein Kind auf die Welt gebracht. Aber sie ist nicht nur Mutter, sie ist auch Sängerin. Das schwedische Energiebündel steht unter Starkstrom, wenn die Show beginnt. Der Graben zwischen Bühne und Publikum kümmert sie einen feuchten Kehricht. Meistens steht sie ganz vorne, um ihre wütenden Texte in die Welt zu brüllen. Einmal stürzt sie sich von der Absperrung ins Publikum, und wird von der Menge nach hinten getragen. Die Musikfans erleben einen Punkrock-Tornado der Extraklasse.

The Baboon Show ist zweifellos der Höhepunkt eines Festivals, von dem viele sagen, dass es das beste Fonsstock aller Zeiten war. Der Veranstalter hat nach eigenen Angaben 1700 Tickets verkauft. Wer am Samstag und Sonntag auf der Osterfeierwiese unterwegs ist, hat den Eindruck, dass es deutlich mehr sind. Bereits am Freitagabend ist es auf der Lichtung unweit des Weserstrands brechend voll. Vor dem Kassenhäuschen bildet sich am Abend eine Schlange, die bis zur Flutmauer an der Strandallee reicht. Der Vorsitzende des Fonsstock-Vereins Thomas Neuman, alias Newman, verteilt Freibier an die Wartenden.

Natürlich hat auch der Freitagabend seinen Höhepunkt. Erstmals ist die Fonsstock-Hymne live zu hören. Die Band Macsat aus Münster und der Sänger Chrischan von Bitume stehen dafür gemeinsam auf der Bühne. „Ich möchte lieber zum Fonsstock“ heißt der Song. Die Fans singen begeistert mit.

Wohlfühlfaktor

Chrischan hat schon bei der zweiten Auflage von Fonsstock mit seiner Band Hush Puppies gespielt. Damals war das noch eine Gartenparty, als Bühne diente ein Garagendach. Seitdem ist er fast jedes Jahr dabei. „Für mich ist das immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Fonsstock hat einfach einen extrem hohen Wohlfühlfaktor.“

Am Samstag zur Mittagszeit ist auch Bürgermeister Carsten Seyfarth zusammen mit dem stellvertretenden Landrat Uwe Thöle und der SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag bei Fonsstock. Sie gratulieren zum 25-jährigen Bestehen des Festivals. Für Carsten Seyfarth, der am Wochenende zwischen Garten & Ambiente und dem Rock-Festival pendelte, ist Fonsstock längst zu einem Aushängeschild der Stadt geworden. „Ich freue mich, dass hier Jung und Alt und Menschen aus ganz unterschiedlichen Milieus zusammenkommen und feiern.“

Die ganz Jungen bevölkern das Festivalgelände zum Auftakt des zweiten Festivaltages. Erstmals haben die Fonsstocker eine Band für Kinder eingeladen. Radau heißt sie und kommt aus Hamburg. Bei den Kids kommen die Jungs prima an. Es wird getanzt und mitgesungen. Ein Junge und ein Mädchen dürfen sogar auf die Bühne ein Luftgitarrensolo zum Besten geben.

Anschließend bringt der Nordenhamer Shantychor das Publikum zum Schunkeln. Die Stimmung ist prächtig. Zum Ende des Auftritts gibt’s Unterstützung von der Nordenhamer Band Seniors’ Wailing. Zur Melodie von „Smoke on the Water“ gibt’s „Wir lagen vor Madagaskar“ zu hören.

Bierbrauer aus Pinneberg

Das Fonsstock-Festival, bei dem am Wochenende 16 Bands zu hören, sind schreibt viele Geschichten. Da darf die von Marco Hurtig nicht fehlen. Der ehemalige Nordenhamer ist seit drei Jahren Bierbrauer. Er trifft sich noch immer regelmäßig mit seinen Freunden von damals. Aus alter Verbundenheit zu Fonsstock hat er diesmal sein Craftbeer-Mobil mitgebracht. Mit dem ist der 45-Jährige, der jetzt in Pinneberg lebt, häufig bei Großveranstaltungen unterwegs, zum Beispiel beim Karnerval in Berlin oder bei der Kieler Woche. Den Gewinn aus seinem zweitägigen Gastspiel in der alten Heimat will er komplett an den Verein spenden.


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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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