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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Anlieger in erhöhter Alarmbereitschaft

18.11.2017

Nordenham Der mit Büschen und Bäumen zugewachsene Grünstreifen, auf dem sich früher eine Kleingartenkolonie befunden hat, ist eine Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Den Großteil des brachliegenden Geländes hat sich die Natur zurückerobert. Die Anwohner an der Ostseite der Hansingstraße wissen das zu schätzen. Einige sind genau deswegen dort hingezogen. Doch jetzt sehen sie die Idylle bedroht. Die Pläne des Investors Björn Thieling, auf dem Areal zwischen ihren Grundstücken und der Bahnline rund 120 Eigentumswohnungen zu errichten, haben sie in Alarmstimmung versetzt. „Es geht um unsere Lebensqualität“, sagt Klaus-Dieter Luther. Der Hauseigentümer gehört zu einer bislang fünfköpfigen Interessengruppe, die vor den negativen Folgen eines Bauprojekts dieser Größenordnung warnt.

Sorgen bereitet Klaus-Dieter Luther, Thorsten König, Sabine de Reese, Sandra Müller und Thomas Müller vor allem das Ausmaß der Wohnblöcke. Nach Informationen der NWZ sollen sie vier- bis fünfstöckig sein und in etwa die Höhenlinie des Cafés Lohmann am Bahnhof aufnehmen. „Dann haben wir nur noch Schatten in den Gärten“, befürchtet Sabine de Reese in dem Wissen, dass nach derzeitigem Planungsstand gleich fünf solcher Klötze vorgesehen sind.

Die Anwohner wollen laut Thorsten König „nicht als Verhinderer“ missverstanden werden. Ihre Absicht sei es, frühzeitig ein Signal zu setzen und den Finger zu heben, um bei der weiteren Diskussion nicht außen vor zu sein. „Wir möchten mitgestalten, nicht blockieren“, betont Thorsten König. Er und seine Mitstreiter zweifeln im Anbetracht der vielen Leerstände in Nordenham den Bedarf für 120 Eigentumswohnungen an und sprechen sich für eine kleinere Lösung aus.

Zunächst geht es der Interessengruppe darum, Antworten auf eine ganze Reihe kritischer Fragen zu bekommen:Welche Kosten kommen durch das Bauvorhaben auf die Stadt Nordenham zu?  Müssen sich die Anlieger an den Erschließungskosten oder anderen Ausgaben beteiligen?
 Reicht die Leistungsfähigkeit des jetzigen Kanalsystems für weitere 120 Wohnungen aus? Wer kommt für die durch den Baustellenverkehr zu erwartenden Schäden an der Hansingstraße auf? Welche Vorkehrungen für den Lärmschutz sind vorgesehen? Wie verhält sich das Bauvorhaben mit dem Naturschutz auf dem Gelände, das ein Rückzugsgebiet für viele Vogelarten, Insekten und Fledermäuse ist? Welche Gesamthöhe ist für die Gebäude zulässig? Wie sollen die Zuwegung zu dem Neubaugebiet und die Verkehrsführung gestaltet werden?
Muss die schon jetzt stark befahrene Hansingstraße saniert und ausgebaut werden, weil das neue Wohngebiet zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen führt?  Gibt es eine Bedarfsermitltung für neuen Wohnraum so dicht an der Bahnlinie? Ist das Gelände auf Blindgänger und andere Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg untersucht worden?

Die Mitglieder der Interessengruppe hoffen, dass sich weitere Anlieger ihnen anschließen. Ansprechpartner sind Thorsten König (E-Mail: heute1koenig@web.de), Thomas Müller (tmueller3@gmx.de) und Klaus-Dieter Luther (klaus-dieterluther@freenet.de).

Die Unternehmensgruppe Thieling aus Augustgroden hatte das 6,9 Hektar große Kleingartengelände im September 2014 bei einer Auktion erworben und für 950 000 Euro der Deutschen Bahn abgekauft. Bisher hat Geschäftsführer Björn Thieling sein Investitionsprojekt nur den Stadtratsfraktionen vorgestellt – hinter verschlossenen Türen in einer nichtöffentlichen Sitzung des Bauausschusses.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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