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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mehr Zulauf im Museum

18.03.2019

Nordenham Das städtische Museum Nordenham verzeichnete 2018 einen deutlichen Besucheranstieg. In der kreiseigenen Moorseer Mühle hingegen war der Zuspruch leicht rückläufig. Beide Einrichtungen betreibt der Rüstringer Heimatbund.

In der Jahreshauptversammlung des Heimatbundes am Sonnabend im Restaurant Weserterrassen erklärte Vorsitzender Hans-Rudolf Mengers aus Stollhamm, dass die Sonderausstellungen „Sommerfrische – ein Freizeitvergnügen im Wandel der Zeiten“ und „Jugendstil – Kunst auf neuen Wegen“ sowie die Veranstaltung „Das klingende Museum“ des Damen-Lionsclub Emy Rogge wesentlich für das steigende Interesse an dem Museum in der Hansingstraße verantwortlich waren.

Zudem nutzten verschiedene kulturelle Einrichtungen wie die Goethe-Gesellschaft und die Kulturstiftung sowie das Standesamt vermehrt das „Friesenzimmer“ im Erdgeschoss des Museums.

Nordenhams Bürgermeister Carsten Seyfarth lobte in seinem Grußwort, dass sich das Museum immer mehr für breitere Bevölkerungsschichten öffne. Seyfarth nannte den Heimatbund „eine wichtige Stimme in der Region für Kultur und Geschichte“.

Neue Namen

Die Auseinandersetzung des Heimatbundes mit der eigenen Geschichte im Dritten Reich habe Auswirkungen auf die Stadt gehabt, verwies Carsten Seyfarth auf Beschlüsse des Stadtrates und des Ortsrates Abbehausen, den Erich-Lampe-Weg und die Eduard-Krüger-Straße wegen der Nähe der Namensgeber zu den Nazis umzubenennen. „Das ist eine absolut notwendige Diskussion“, verteidigte Carsten Seyfarth die Streichung der Namen Krüger und Lampe.

Schuld an den Rückgängen in der Moorseer Mühle auf knapp 9000 Besucher sei ganz wesentlich die Schließung der Jugendherberge am Nordenhamer Strand, verwies Hans-Rudolf Mengers auf die fehlenden Schulklassen-Besuche. Selbst die 1500 Gäste beim 30. Mühlenfest konnten das Defizit nicht ausgleichen.

Hervor hob der Vorsitzende die Kooperation mit der Oberschule 1 in Nordenham bei dem Projekt „Müllerpraktikum 1900“. In dem Wahlpflichtkurs für 8. Klassen erleben eine Saison lang einmal wöchentlich 25 Schüler das Leben in der Moorseer Mühle.

Die neue Mühlensaison wird in Kürze mit der Sonderausstellung „Die spinnen – vom Handwerk zum Sprachgebrauch“ eröffnet. Anhand ausgewählter Sammlungsobjekte soll die Geschichte hinter den Redewendungen erzählt werden.

Vorsitzender Hans-Rudolf Mengers berichtete auch über die Arbeit in den Arbeitskreisen des Heimatbundes. Der plattdeutsche „Schrieverkring“ hat ebenso wie die Niederdeutsche Bühne „De Plattdüütschen“ ein Stammpublikum gefunden. „Eine Erfolgsstory“ sei der heimatkundliche Klönabend. Zu den zwölf Veranstaltungen kamen erstmals in einem Jahr über 1000 Besucher. Diese Gruppe unter Leitung von Hans-Rudolf Mengers besteht 40 Jahre.

Eine „fallende Tendenz“ vermeldete der Vorsitzende hingegen bei der Mitgliederzahl, die 2018 um 33 auf 1410 zurückging. Ein Problem, das auch den Landesverband Oldenburg im Friesischen Klootschießerverband drückt. Vorsitzender Helmut Riesner berichtete in seinem plattdeutsch gesprochenen Grußwort von Nachwuchssorgen. Er wolle in den Schulen dafür werben, dass der Friesensport im Sportunterricht angeboten wird. Auch im Ehrenamt gebe es Probleme: Zwei Vereine hätten sich beim Landesverband abgemeldet, weil sie keine Vorsitzenden mehr gefunden hätten.

Ehrennadel

Die Goldene Ehrennadel verliehen Hans-Rudolf Mengers und der stellvertretende Vorsitzende Alexander Schuhr aus Nordenham an Traute Luga. Sie habe als Bedienstete des Landkreises „über Jahrzehnte hinweg im Museum Moorseer Mühle die Kassendienste versehen“, lobte Hans-Rudolf Mengers. Darüber hinaus habe sie überall mitgewirkt, „wo ihre Hilfe im Haus nötig war – von der Besucherbetreuung bis zur Mithilfe bei den Kinderbacktagen“. Am 1. Juli geht Traute Luga in den Ruhestand.

Bei den Vorstandswahlen wurden 1. Vorsitzender Hans-Rudolf Mengers, Stellvertreter Alexander Schuhr, Schriftführer Torsten Lange und Kassenwart Andreas Schindler einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

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