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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Hospizhilfe: Aus der Tabuzone ins Leben gerückt

26.09.2018

Nordenham „Es hat sich viel getan. Wir sind stetig gewachsen“, sagt Christine Heckmann. Die Vorsitzende der Hospizhilfe Nordenham fügt hinzu: „Die Resonanz in der Bevölkerung ist ganz anders geworden. Vor 20 Jahren waren Tod und Sterbebegleitung noch weitgehend Tabu-Themen in Nordenham und Umgebung. Heute kann man darüber in der Familie und auch in der Öffentlichkeit normal reden.“

Festakt am 13. Oktober

Am 12. Oktober 1998 haben 17 Frauen und Männer den Verein gegründet. Heute sind es 107 Mitglieder. 33 von ihnen arbeiten aktiv mit. Im vergangenen Jahr hatten sie 45 Sterbebegleitungen. In diesem Jahr sind es bisher 34. Mit einem Festakt am Samstag, 13. Oktober, feiert die Hospizhilfe Nordenham ihr 20-jähriges Bestehen. Das ist für die Aktiven ein guter Termin. Denn am 13. Oktober ist Welthospiztag mit dem Motto: „Hospizhilfe ist da, wo Menschen sind. Auch bei dir vor Ort.“ Das Motto des Nordenhamer Vereins heißt: „Leben bis zuletzt.“

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Veranstaltungen

Die Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der Hospizhilfe Nordenham findet am Samstag, 13. Oktober, im Burgsaal der Stadthalle Friedeburg statt. Beginn: 10 Uhr. Schirmherrin ist die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann.

Die Festrede hält Gert Klaus aus Hannover, 1. Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbandes Niedersachsen. Den musikalischen Rahmen gestaltet Gaby Menzel mit dem Butjadinger Projektchor und Instrumentalisten.

Zu einem Pantomine-Abend lädt die Hospizhilfe alle Interessierten für Freitag, 19. Oktober, ein. Ab 19.30 Uhr zeigt dann im Güterschuppen des Theater Fatale der Pantomime Christoph Gilsbach aus Münster Momentaufnahmen aus dem Theaterstück „Das Leben – eine lebendige Begegnung mit dem Tod“. Karten zum Preis von 5 Euro sind erhältlich im Hospizhilfebüro (Bahnhofstraße 32), bei NMT am Marktplatz und in der Buchhandlung von Bestenbostel.

Bisher sind ausschließlich Frauen in der Sterbebegleitung tätig. Der Nordenhamer Verein erhält aber immer wieder Anfragen, ob auch eine männliche Begleitung möglich ist. „Wir würden uns sehr freuen, wenn sich auch Männer dafür ausbilden lassen würden“, sagt Danja Kirschberger. Sie ist ebenso wie Birgitt Heckenberg als festangestellte Koordinatorin für die Hospizhilfe Nordenham tätig.

Die Kosten für ihre Anstellung werden von Krankenkassen erstattet. Im Jahr 2009 hatte die Hospizhilfe erstmals eine Koordinatorin einstellen können: Waltraud Tode. 2012 folgte ihr Birgitt Heckenberg nach. Im selben Jahr zog der Verein in seine neuen Räume an der Bahnhofstraße 32. Seit September 2015 ist Danja Kirschberger als zweite Koordinatorin tätig.

Begleitung

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen begleiten mitfühlend und achtsam sterbende Menschen in ihrer häuslichen Umgebung, in Pflegeeinrichtungen und im Krankenhaus. Sie stehen auch Angehörigen bei.

Die Hospizhilfe Nordenham bietet darüber hinaus Trauergespräche, Trauergruppen, Trauerspaziergänge (jeden dritten Donnerstag im Monat ab 17 Uhr ab Großensieler Hafen) und ein Trauercafè an (jeden ersten Donnerstag im Monat ab 15 Uhr).

In der Schule

Seit vier Jahren organisiert der Verein zudem einmal jährlich in der Südschule Projektwochen unter dem Titel „Hospiz macht Schule“. Kinder der 4. Klassen werden dabei spielerisch an die Themen Sterben, Tod und Trauer herangeführt.

Übrigens: Jedermann ist willkommen beim offenen Frühstück, das jeden dritten Mittwoch im Monat ab 9.30 Uhr in den Räumen an der Bahnhofstraße stattfindet.

keine Hierarchie

2. Vorsitzende Karin Miosga weist auf diesen Unterschied zu anderen Vereinen hin: „Unser Vorstand arbeitet nicht abgehoben, sondern gemeinsam mit dem Kreis der aktiven Ehrenamtlichen. Insofern gibt es keine Hierarchie.“ Brigitte Sitnikow, die dem Organisationsteam für die Jubiläumsfeier angehört, ergänzt: „Während der Gruppenabende einmal im Monat findet auch permanente Weiterbildung statt. Zudem arbeiten wir auch wirklich gut zusammen in einem Netzwerk sozialer und medizinischer Einrichtungen.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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