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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Hospizhilfe Nordenham Und Umzu: 35 Ehrenamtliche und kein einziger Mann

26.09.2019

Nordenham Mit 35 Aktiven, die in der Hospiz- oder in der Trauerbegleitung tätig sind, ist die Hospizhilfe Nordenham und umzu nicht schlecht aufgestellt. Aber es gibt Zeiten, in denen sich die Anfragen nach einer Hospizbegleitung so häufen, dass der Verein trotzdem an seine Grenzen stößt. „Manchmal wird es schwierig, allen gerecht zu werden“, sagt die hauptamtliche Koordinatorin Birgitt Heckenberg. Aus diesem Grund sind neue ehrenamtliche Mitarbeiter jederzeit willkommen. Und aus diesem Grund ist auch das Motto, das der Deutsche Hospiz- und Palliativverband für den Welthospiztag am 12. Oktober ausgegeben hat, ganz im Sinne des Nordenhamer Vereins. Es lautet „Buntes Ehrenamt Hospiz“ und ist ein dezenter Hinweis darauf, dass die Mitarbeit in der Hospizbewegung für viele verschiedene Bevölkerungsgruppen interessant ist.

Filmvorführungim Güterschuppen

Die Hospizhilfe Nordenham und umzu lädt für Samstag, 12. Oktober, zu einer Filmvorführung in den Güterschuppen des Theaters Fatale ein. Dort wird ab 19.30 Uhr der Film „Hin und weg“ gezeigt. Im Mittelpunkt dieses deutschen Dramas steht Hannes, der mit seiner Frau und seinen Freunden eine Fahrradtour nach Belgien unternimmt. Unterwegs erfährt die Gruppe, dass Hannes todkrank ist und in Belgien Sterbehilfe beantragen will. Der Eintritt ist frei. Es werden aber gerne Spenden angenommen. Karten können bei der Hospizhilfe unter Telefon   04731/205004 bestellt werden.

Auf dem Wochenmarkt in Nordenham ist der Verein am Freitag, 4. Oktober, mit einem Stand vertreten. Dort will er auf den Hospiztag mit dem Motto „Buntes Ehrenamt Hospiz“ aufmerksam machen. Am Wochenmarktstand können auch Karten für die Filmvorführung erworben werden.

Neuer Name: Der Verein hat sich gerade erst von „Hospizhilfe Nordenham“ in „Hospizhilfe Nordenham und umzu“ umbenannt. Damit will er deutlich machen, dass er mit seinen Angeboten in der ganzen nördlichen Wesermarsch aktiv ist und teilweise sogar darüber hinaus.

Birgitt Heckenberg zitiert aus einer Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass die ehrenamtliche Hospizarbeit zurzeit überwiegend von Frauen ausgeübt wird, die im Rentenalter oder kurz davor sind und der Mittelschicht angehören. „Das ist bei uns nicht anders“, sagt Birgitt Heckenberg. Zurzeit gibt es nicht einen einzigen Mann unter den Ehrenamtlichen. Die Koordinatorin möchte mehr jüngere Menschen, mehr Männer und auch mehr Menschen mit Migrationserfahrung, also mit verschiedenen kulturellen Hintergründen und Sprachen, für die Hospizarbeit gewinnen. „Die Welt wird bunter, also müssen wir es auch werden“, sagt sie.

Die ehrenamtlichen Frauen des Nordenhamer Hospizvereins begleiten Sterbende und deren Angehörige. Sie sind wichtige Gesprächspartner in einer schwierigen Lebensphase. Einmal im Jahr, in der Regel von Januar bis Mai, bietet die Hospizhilfe Nordenham und umzu eine 100-stündige Ausbildung zum Hospizbegleiter an. Nicht jeder, der sie abschließt, steigt anschließend in die Hospizarbeit ein. „Das erwarten wir auch gar nicht“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Karin Miosga.

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In den Schulungen spielt Selbstreflexion eine wichtige Rolle. „Die Ausbildung wie auch die ehrenamtliche Tätigkeit selbst empfinden viele als persönliche Bereicherung“, berichtet die Vorsitzende Christine Heckmann. Karin Miosga begründet ihr Engagement so: „Wenn ich einmal sterbe, wünsche ich mir die Begleitung. Ich möchte, dass jemand meine Hand hält. Und deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass ich erstmal selbst etwas gebe.“

Nach den Worten von Birgitt Heckenberg ist der Hospizgedanke inzwischen viel weiter verbreitet als früher. Die Zahl der ambulanten Hospizdienste in Deutschland hat sich seit 1996 verdreifacht auf inzwischen 1500. Dass der Bedarf so gestiegen ist, hängt nach Meinung von Birgitt Heckenberg auch mit der zunehmenden Individualisierung zusammen. Immer mehr Menschen leben im Alter alleine und werden nicht mehr wie früher üblich in der Familie aufgefangen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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