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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mal explosiv, mal zart und zerbrechlich

16.04.2018

Nordenham Die einen ärgern sich, weil die Karten für den Auftritt des Hamburger Sängers und Songwriters Daniel Welbat in der Elbphilharmonie seit einem Dreivierteljahr ausverkauft sind. Die anderen nutzten die Gelegenheit, den 28-Jährigen mit der markanten Reibeisenstimme in Nordenham zu erleben.

Auf dem Siegertreppchen

Am Freitagabend trat das dynamische Powerbündel mit seiner Band WellBad in der Jahnhalle auf. Und das nicht nur mit den hervorragenden Musikern Stefan Reich (Bass), Lennard Eggers (E-Gitarre), Jonas vom Orde (Schlagzeug, Percussion) und Simon Andresen (Keyboard, Akkordeon). Die fünf Newcomer, die vor zwei Jahren den Sprung aufs Treppchen bei der „European Blues Challenge“ geschafft hatten und beim größten internationalen Blues-Wettbewerb in Memphis mitmischten, kennen einige vielleicht sogar aus dem Fernsehen.

Mittlerweile wird ihr genialer Mix aus Roots-Rock, Blues, Jazz und Funk zur Hauptsendezeit bei den öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern ausgestrahlt. Und am Freitag erhielt das Quintett sogar noch Unterstützung von der Bremer Bläserformation Swingin‘́ Fireballs mit Volker Bruder (Trompete), Oli Poppe (Altsaxophon) und Matthias Schinkopf (Baritonsaxophon).

Das Ergebnis: Ein exzellenter Konzertabend, der bei den Besuchern mehr als gut ankam und wahrscheinlich auch so bald nicht in Vergessenheit geraten wird. „Super“, „Wahnsinn“, „Der Hammer“ und „Die gehen ja echt ab“ lauteten da schon die Kommentare in der Pause.

Denn Daniel Welbat und seine Jungs haben es einfach drauf. Die Stimme, die bluesiger nicht sein könnte und sofort an Joe Cocker erinnert, dazu eine ausdrucksstarke körperorientierte Performance. Schon nach wenigen Songs greift der bärtige Mann ganz in Schwarz und mit Hut nach seinem Handtuch, um sich den Schweiß abzuwischen. Dennoch lässt seine Power während des gut anderthalbstündigen Auftritts nicht nach. Im Gegenteil. Nach zwei Sets mit je acht Songs gönnt die Band ihrem Publikums schließlich vier Zugaben in zwei Blöcken.

Ihre beeindruckende Musik ist nicht nur handgemacht, sondern wahnsinnig abwechslungs- und kontrastreich. Mal dynamisch und explosiv, dann wieder fast schon zart und zerbrechlich. Im einen Moment fetzen die Gitarristen gleichzeitig spielend und springend über die Bühne mit dem ihnen und ihrem Können gebührenden Applaus und mit vielen anerkennenden Pfiffen. Dann kann man in der Jahnhalle fast schon eine Stecknadel fallen hören, wenn der Bluessänger eine Liebesballade wie „Oldest feeling“ anstimmt.

Mit trockenem Humor

Es sind überwiegend Songs aus 2017, die die acht Musiker ihren Zuhörern präsentieren. Aber mitunter sind auch ältere Sachen zu hören und dann das Stück „Let it Sin“, das noch gar nicht aufgenommen worden ist. Dazu eine trocken-humoristische Moderation, wenn Daniel Welbat, der unter anderem auch als Filmkomponist und Synchronsprecher tätig ist, seine Songs ankündigt und etwas über ihre Entstehungsgeschichte verrät. „Wenn Sie jemanden lieben, lassen Sie ihn unter keinen Umständen wieder gehen“, sagt er da zum Beispiel im Vorfeld der Ballade „Needin Love“.

„Aber es sollte schon jemand sein, der Sie auch kennt“, schiebt er lachend nach.

Bei so viel Talent, Vielseitigkeit und Spaß an der Musik kann man der Hamburger Band für die Zukunft einfach nur das Beste wünschen. Und Nordenham, dass dies nicht der letzte Auftritt von WellBad gewesen ist.

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