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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Julius Schepansky Und Michael Kaulartz: Junges Duo begeistert im Gymnasium Nordenham

02.03.2020

Nordenham Als „Bach plus“ bezeichnete Musiker Julius Schepansky das Programm, das der Akkordeonist zusammen mit Michael Kaulartz am Fagott den Gästen der Goethe-Gesellschaft Nordenham präsentierte.

Damit meinte der Künstler vor allem die 15 dreistimmigen Sinfonien von Johann Sebastian Bach (1685-1750). Diese kompakten Werke des großen Leipziger Thomaskantors ergänzte das Duo mit barocken Zeitgenossen wie zum Beispiel den Italienern Benedetto Marcello (1686-1739) oder Antonio Vivaldi (1678-1741). Auch ein Stück des Bach-Sohnes Carl Philipp Emmanuel Bach (1714-1789) war zu hören.

„Das sind echte Profis. Obwohl Julius Schepanksy erst vor drei Jahren Abitur gemacht hat, ist er schon ein beeindruckender Musiker“, schwärmte der zweite Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft Stefan Tönjes. Das Konzert gehörte zur Bundesauswahl der Konzerte Junger Künstler des Deutschen Musikrats.

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Beeindruckende Vita

Julius Schepanksy (geboren 1998) absolvierte ein Studium als Jungstudent in Münster und ist zurzeit Student an der Folkwang Universität der Künste in Essen in den Fächern Akkordeon und Jazzklavier. Er ist mehrfacher Bundespreisträger bei „Jugend musiziert“ und erhielt mehrere Preise internationaler Wettbewerbe. Er beschäftigt sich auch mit zeitgenössischer Musik, für die sich das Akkordeon, wie im Konzert zu hören, ebenso gut wie für Barock- und Klassik eignet.

Michael Kaulartz (geboren 1989 in Landau/Pfalz) ist ausgebildeter Fagott-Orchestermusiker und besitzt einen Abschluss als Solist. Er spielte im Sinfonieorchester des dänischen Rundfunks und war Solofagottist im Nationalorchester Islands. Inzwischen ist er am Nationaltheater Mannheim und gefragter Solist in internationalen Spitzenorchestern.

Die beiden Top-Musiker beeindruckten die zahlreichen Nordenhamer Zuhörer. Ein gut durchhörbarer Bach mit einem behutsam aufspielendem Fagottisten, dazu die apart klingende Begleitung durch das Akkordeon. An den untypischen aber dadurch interessanten Klang musste sich so mancher erst gewöhnen.

Michael Kaulartz beeindruckte durch seinen vielseitigen Ton, seine Fähigkeit, musikalische Phrasen mit schier endlos langem Atem zu gestalten.

Höhepunkt des ersten Teils war die virtuose Sonate von Benedetto Marcello (1686-1739) mit Michael Kaulartz am Fagott und die Sonaten von Domenico Scarlatti (1685-1757) mit Julius Schepansky am Akkordeon (solo).

Der zweite Konzertteil brachte Abwechslung zur Barockmusik: Julius Schepanksy strich ein Stück von Scarlatti und spielte stattdessen eine Kombination aus Werken von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) und Paul Hindemith (1895-1963). Thematisch eine gute Wahl, denn auch dieses Stück war wie die Bach-Werke durch einen polyphonen (mehrstimmigen) Aufbau geprägt.

Vor der Pause stellte die Goethe-Gesellschaft noch ihr neuestes Mitglied vor: Das Sparschwein Lotte. „Im nächsten Jahr wird die Goethe-Gesellschaft 75 Jahre alt. Ein paar Euro ab und an für Lotte wären also nicht schlecht“, sagte Stefan Tönjes. Das hoffentlich gut gefüllte Sparschwein soll bei der nächsten Jahreshauptversammlung „geschlachtet“ werden.

Publikum fordert Zugabe

Nach einem hochvirtuosen und musikalisch ansprechenden Abend ließ das überzeugte Publikum die jungen Künstler erst nach einer Zugabe abreisen. Besonders bemerkenswert ist, dass die beiden erst seit knapp einer Woche zusammenspielen und dies ihr erstes gemeinsames Konzert war.

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