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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Umsonst und draußen mit Weserblick

20.06.2019

Nordenham Die Lage direkt am Strand mit Blick auf die Weser ist traumhaft. Trotzdem fristet die Veranstaltungsfläche am Union-Pier ein trauriges Dasein. Und das schon seit vielen Jahren. Auf dem gepflasterten Platz, den sich die Stadt Nordenham 2004 mit finanzieller Förderung durch die Europäische Union gegönnt hat, ist selten bis nie etwas los. Um der Strandarena vielleicht doch noch den Makel der Fehlinvestition nehmen zu können, haben die Verantwortlichen im Rathaus jetzt beschlossen, einen Wiederbelebungsversuch zu starten. Das Amt für Bildung und Freizeit hat das Team des Kulturzentrums Jahnhalle damit beauftragt, auf dem Areal einen Konzertabend unter dem Motto  „umsonst und draußen“ auszurichten. Am Sonnabend, 29. Juni, treten dort zwei Nordenhamer Musikgruppen und der Berliner Liedermacher Matthias Schrei alias Die Blockflöte des Todes auf.

Infrastruktur mit Mängeln

Jahnhallenchef Stefan Jaedtke und sein Kollege Sven Lüdke halten es für eine gute Sache, neues Leben auf den vereinsamten Platz zu bringen. Deshalb haben sie den Job, auf dem Gelände eine Open-Air-Veranstaltung auszurichten, gerne übernommen. Allerdings mussten die beiden schnell feststellen, dass die Infrastruktur der wesernahen Event-Zone ausbaufähig ist – um es freundlich zu formulieren. „Das ist eine tolle Fläche“, sagt Sven Lüdke, „aber schwer zu bespielen.“

Matthias Schrei ist die Blockflöte des Todes. BILD: lea Bernsmann

Musik und Comedy


Die Blockflöte des Todes
ist der Gitarrist und Liedermacher Matthias Schrei. Unter diesem Namen hat der Berliner bereits zahllose Konzerte gegeben. Er verbindet seine Auftritte mit einer Comedy-Show, in der auch tiefgründige Elemente ihren Platz haben. Poetisch-ironische Songs sind seine Spezialität.


Die Nightbirds
sind die Nordenhamerinnen Vivien Carstens und Wiemke Reiners. Die beiden Freundinnen gehörten früher zu der Mädchenband Braincops. Inzwischen sind sie als Duo mit Gesang und Gitarre unterwegs. Vivien Carstens und Wiemke Reiners interpretieren Rock- und Popsongs von Hozier und Metallica bis zu Tim Bendzko.


 Si Bheag
besteht seit dem Frühjahr 2019 und ist ein akustischer Ableger der Nordenhamer Band The Nordic C. Dominique Wempe (Geige, Gesang), Peter Helmes (Percussion, Ukulele) und Jürgen Lange (Gitarre, Gesang) haben sich nicht auf ein bestimmtes Genre festgelegt. Die Bandbreite reicht von irischer und plattdeutscher Folklore über Blues und Jazz-Standards bis hin zu Rammstein, Shantys und alten Schlagern. Der Gruppenname bedeutet „Kleiner Feenhügel“ und stammt aus einem Stück des Harfisten Turlough O’Carolan.

Woran es vor allem mangelt, das ist eine ausreichende Stromversorgung. Die vorhandenen Anschlüsse sind laut Sven Lüdke viel zu schwach, um Tontechnik, Beleuchtung und dazu die Fritteusen im Imbisswagen versorgen zu können. Daher blieb dem Jahnhallenteam nichts anderes übrig, als für das Sommerkonzert am 29. Juni einen Stromgenerator mit Dieselantrieb anzumieten. Sven Lüdke und Stefan Jaedtke sind sich einig, dass sich die Investition in einen vernünftigen Stromanschluss lohnen würde, wenn es ernsthaft gewollt ist, das Gelände häufiger für Veranstaltungen zu nutzen.

Ebenfalls mit Mietkosten schlägt die Sanitärausstattung zu Buche. Weil es im Bereich des Veranstaltungsareals keine öffentlichen WC-Anlagen gibt, muss ein geliehener Toilettenwagen her. Immerhin ist die Wasserzufuhr gesichert.

Ein anderes Problem, das private Veranstalter besonders abschreckt, ist das Kassieren von Eintrittsgeldern auf dem offenen Gelände. Um eine Kontrolle zu ermöglichen, wäre das Aufstellen von Bauzäunen notwendig. Stefan Jaedtke und Sven Lüdke brauchen sich diesmal nicht damit zu belasten. Denn die Stadt Nordenham betrachtet das Sommerkonzert als ein Geschenk an die Bürger und verzichtet daher auf Eintritt.

Rund 4000 Euro lässt sich die Stadt die Veranstaltung kosten. Die einzigen Einnahmequellen sind der Getränkeverkauf durch das Jahnhallen-
team und die Standgebühr, die der Imbisswagenbetreiber zu entrichten hat.

Plan B bei Regen

Für die Auftritte stellt der Bauhof die mobile Bühne der Stadt Nordenham auf. Sie ist zwar überdacht und bietet den Musikern und der Technik einen Schutz vor Regen. Doch im Interesse der Besucher gibt es einen Plan B, falls es tatsächlich plattern sollte: „Dann weichen wir in die Jahnhalle aus“, sagt Stefan Jaedtke. Das Musikprogramm bei der Veranstaltung, die Stefan Jaedtke und Sven Lüdke als Angebot für die ganze Familie verstehen, beginnt um 18 Uhr. Die Getränke- und Imbissbuden öffnen bereits um 17 Uhr.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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