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Husni Mubarak ist tot
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Aktualisiert vor 2 Minuten.

Früherer Machthaber Von Ägypten
Husni Mubarak ist tot

NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Ruhige Klänge kommen beim Publikum an

23.09.2019

Nordenham Gälisch ist schon eine komische Sprache! „Ceol agus Craic“ nennt sich das bekannte Nordenhamer Folkquintett. Der Spruch steht in Irland über vielen Eingangstüren von Kneipen und bedeutet „Musik und eine gute Zeit“. Beides hatten die Besucher in der Jahnhalle beim Konzert von CaC. Aber wie wird der Bandname eigentlich richtig ausgesprochen? Sogar Frontmann Rainer Torkel war sich in seiner humorigen Anmoderation unschlüssig, hatte ihn doch angeblich ein „Zeitungsmensch“ direkt vor dem Auftritt verunsichert. Einigen wir uns einfach mal auf „Kuhl äguuhs Kräck“, das passt schon!

Den Nordenhamer Folkfans war die Aussprache egal, an Bistrotischen lauschten sie den diesmal eher ruhigeren Klängen der fünf Musiker. Im Zentrum auf einem Barhocker saß Gitarrist Rainer Torkel. Er moderierte, sang die meisten Lieder und trug mit seiner angenehmen Folkstimme wesentlich zum Gelingen des Abends bei. Ihm zur Seite agierte Gunda Voller mit ihrem Akkordeon. Sie ist erst seit zwei Jahren bei der Band und überzeugte mit ihrer sensiblen Begleitung. Tina Thümler unterstützte bei vielen Songs den Leadsänger mit einer tollen zweiten Stimme. Sie spielte aber auch Flöte und die irische Trommel namens Bodhran. Bei einigen Songs übernahm sie den Solopart, etwa bei dem anrührenden „Ride on“. An den Flanken schließlich die Gründer von CaC, das Ehepaar Schlesies-Janssen. Lothar spielte alles, was Saiten hat, verzog dabei keine Miene und strahlte eine wohltuende Ruhe aus. Margret war und ist die gute Seele der Band, die alles zusammenhält. Sie spielte sehr gekonnt verschiedenste Flöten und auch oft den Bass.

Das für viele Besucher schönste Stück des Abends war die dynamische Neuinterpretation von „Border reiver“, einem Folksong der Gitarrenikone Mark Knopfler von den „Dire Straits“. Zu allen Liedern wurden passende Fotos an die Wand projiziert. Auch dies trug zum Gelingen des Abends bei, genau wie die perfekte Abmischung der Band durch Jahnhallenvizechef Sven Lüdke.

Zwischen den Liedern las Margret Janssen aus dem irischen Tagebuch des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll, erschienen 1957. Durch Böll rückte der damals bettelarme Inselstaat erst in den Blickpunkt der deutschen Öffentlichkeit. Vor allem die stets positive Lebenseinstellung der Einwohner wurde von ihm treffend beschrieben. So würde ein Ire bei einem Beinbruch nie über sein großes Pech lamentieren, sondern sich darüber freuen, dass er sich nicht den Hals gebrochen hat. Diese Mentalität ist auch Gunda Voller nicht fern, zumindest nahm sie es mit Humor, dass ihr in der vergangenen Woche gleich zwei neue Akkordeons beim Spielen kaputt gingen.

Das Konzert endete nach drei Stunden und über 20 Songs samt zwei Zugaben mit dem a cappella vorgetragenen Gänsehautklassiker „Auld Triangle“, einem Lied über die inmitten eines irischen Gefängnishofes stehende alte Triangel, die jeden Morgen die Häftlinge weckt. Zufrieden verließen die etwa 100 Folkfans die Jahnhalle und freuen sich schon auf den nächsten Auftritt von CaC im März 2020 zum St. Patrick’s Day.

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