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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Songs und Stimme bezaubern

23.04.2018

Nordenham Es ist Freitag kurz nach 20 Uhr. Der Konzertgitarrist Stephan Bormann und der Pianist Christoph Reuter betreten die Bühne der Jahnhalle und spielen die ersten Takte an. Es sind ruhige und harmonische Klänge, bei denen sofort offensichtlich wird, dass die beiden Musiker Meister ihres Fachs sind. Kurz darauf kommt die Frontfrau des Trios Cristin Claas dazu und beginnt, mit ihrer imposanten Stimme zu singen.

Die deutsche Jazzsängerin ist in Nordenham keine unbekannte. Zahlreiche der rund 60 Besucher an den Tischen mit Kerzen besuchen nicht zum ersten Mal ein Konzert der Band. Das Cristin Claas Trio ist bereits mehrere Male in der Jahnhalle aufgetreten und versteht es immer wieder, sein Publikum auf Anhieb in den Bann zu ziehen. Dabei wirkt Cristin Claas auf den ersten Eindruck eher unscheinbar, wenn sie barfuß, mit einfacher schwarzer Bluse und verwaschenen Jeans auf der Bühne steht.

Ein aufgemotztes Outfit hat die Sänger- und Songwriterin, Komponistin und Gesangspädagogin, die an der musikalischen Hochschule in Weimar und Leipzig studiert hat, auch gar nicht nötig. „Eine Stimme, die in Deutschland derzeit ihresgleichen sucht“, schreibt beispielsweise das Hamburger Abendblatt treffend, „eine Fee, die andere glücklich macht“ ment die Süddeutsche Zeitung.

Rund anderthalb Stunden präsentiert die dreiköpfige Formation ihren Zuhörern kunstvolle und einzigartige Songs auf Englisch, Deutsch und einer selbst entwickelten Kunstsprache, die sich „Claasisch“ nennt und von der Prosodie her afrikanische Wurzeln haben könnte.

Und dann sind da die alten Volkslieder mit lyrischen Texte, die die Band komplett neu arrangiert hat. Diese äußerst harmonisch wirkende Songpoesie mit modernen Elementen aus den verschiedensten Stilrichtungen berührt und fasziniert einfach, zumal Stephan Bormann und Christoph Reuter durchweg die perfekte atmosphärische instrumentale Begleitung liefern.

Neben dem ausdrucksstarken Gitarren- und E-Pianospiel sorgen auch Percussion-Instrumente und eine einfache Melodica für den einzigartigen Sound der Band.

Die Zuhörer lauschen mitunter so konzentriert, dass in der Jahnhalle zeitweise das Knarren einer Stuhllehne zu stören scheint. Verständlich, dass da nach jedem Song begeistert applaudiert wird und schon in der Pause viele lobende Kommentare fallen. „Ganz toll, wie da dieses Volkslied aus dem 16. Jahrhundert umgesetzt wird und wie ausdrucksvoll die Texte sind“, sagte zum Beispiel Karin Bergstein. „Da soll einer noch mal sagen, dass einem in unserer Stadt nichts geboten wird.“

Die Nordenhamerin war nicht die einzige, der ebenso die Publikumsanimation, in deren Rahmen ein Chor gebildet wurde, gefiel. Und auch der singende Moderationsstil, mit dem die Frontfrau der Band ihre einzelnen Lieder ankündigt, kam bei vielen Besuchern gut an.

„Das ist heute einfach mal was ganz anderes und qualitativ einfach richtig gut. Wenn das Wetter nicht so spitzenmäßig wäre, wären bestimmt auch noch viel mehr Besucher gekommen“, mutmaßte auch Lennard Spiekermann, der derzeit sein Freiwilliges Soziales Jahr in der Jahnhalle absolviert.

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